Home Blaulicht 35-Jähriger klettert auf Oberleitungsmast – schwerste Verletzungen durch Lichtbogen

35-Jähriger klettert auf Oberleitungsmast – schwerste Verletzungen durch Lichtbogen

Die Bundespolizei Trier warnt im Zusammenhang mit dem Vorfall vor der großen Gefahr, die von den Oberleitungen ausgehen kann

Koblenz | 30. Januar 2026 | (ww). Bereits am vergangenen Sonntagnachmittag kam es im Bereich zwischen dem Koblenzer Hauptbahnhof und der EPG-Arena zu einem folgenschweren Unfall im Gleisbereich. Ein 35-Jähriger kletterte aus bisher unerklärlichen Gründen einen Oberleitungsmast hinauf und erlitt infolge eines sogenannten „Lichtbogens“ einen Stromschlag. Zwei Zeuginnen des Unfalls berichteten unabhängig voneinander, dass sie einen lauten Knall (verursacht durch den Stromschlag) gehört hätten. Unmittelbar danach sei der Mann zu Boden gefallen. Nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte und eine Notärztin wurde der schwerstverletzte Mann in eine nahegelegene Klinik gebracht. Auch fünf Tage nach dem Unfall ist noch nicht klar, ob der 35-Jährige den Unfall überleben wird.

Die Bundespolizei Trier warnt angesichts des Vorfalls eindringlich vor den tödlichen Gefahren durch den Bahnstrom. Oberleitungen führen in der Regel 15.000 Volt (15 kV) Wechselspannung bei 16,7 Hz. Diese Hochspannung ist rund 65-mal stärker als eine Haushaltssteckdose und absolut lebensgefährlich. Der Strom kann bereits bei Unterschreitung eines Sicherheitsabstands von ungefähr eineinhalb Metern überspringen. Es besteht also schon weit vor Berührung der Oberleitung absolute Lebensgefahr, da ein so genannter Lichtbogen zu schwersten Verletzungen oder zum Tod führen kann. Besonders Klettern auf Waggons oder Masten ist lebensgefährlich!

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Trier, übermittelt durch news aktuell

Symbolbild: pixabay