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Unfall bei Westerburg: Zwei Tote und eine Schwerverletzte

Westerburg | 28. März 2026 | (ww). Gestern Abend gegen 20.30 Uhr kam es auf der L288 bei Westerburg zu einem schweren Unfall. Noch an der Unfallstelle verstarben die 22-jährige mutmaßliche Unfallverursacherin und der 65-jährige Fahrer eines entgegenkommenden Kleintransporters. Eine 17-jährige Beifahrerin wurde schwerstverletzt ins Krankenhaus geflogen.

Die 22-Jährige aus der Verbandsgemeinde Rennerod war mit der 17-jährigen Beifahrerin aus Richtung Guckheim kommend in Fahrtrichtung Gemünden auf der Umgehungsstraße unterwegs. In Höhe der Ausfahrt Westerburg-Wörth überholte die Frau ein anderes Fahrzeug und kollidierte dabei frontal mit dem entgegenkommenden Kleintransporter eines 65-Jährigen aus der VG Bad Marienberg. Durch den Unfall wurden die 22-Jährige sowie der 65-Jährige tödlich verletzt. Im Fahrzeug der mutmaßlichen Unfallverursacherin befand sich zudem eine 17-jährige Beifahrerin aus der VG Bad Marienberg. Sie wurde durch den Unfall schwer verletzt.

Neben Polizei und Rettungsdienst wurden auch die Feuerwehren aus Westerburg, Gershasen und Wengenroth zu dem Unfall alarmiert. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte die beiden Unfallfahrzeuge vor. Eines lag auf dem Dach im Grünstreifen, das andere war noch auf der Straße zum Stehen gekommen. Die Insassen des auf dem Dach liegenden Fahrzeugs waren in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät befreit werden. Zur Befreiung der tödlich verletzten Fahrerin mussten auch Lufthebekissen eingesetzt werden, um das Auto von der Fahrerseite aus anzuheben. Bei dem Transporter auf der Straße unterstützte die Feuerwehr den Rettungsdienst bei der Befreiung des Fahrers.

 

Durch die Drehleiter der Feuerwehr Westerburg wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Die Feuerwehr Wengenroth übernahm die Vollsperrung der Landesstraße. Aufgrund der Einsatzlage wurden durch die Leitstelle Montabaur insgesamt drei Rettungswagen, zwei Notärzte und ein Rettungshubschrauber aus Mainz zur Einsatzstelle alarmiert.

Auf Anforderung der Einsatzleitung war auch die Notfallseelsorge Westerwald im Einsatz. Die Notfallseelsorger war sowohl an der Unfallstelle mit zwei Kräften, als auch für die Einsatzkräfte mit zwei Notfallseelsorgern in Westerburg aktiv. Besondere Bedeutung kam diesee „stillen Arbeit am Einsatzort“ zu, da sich auch Angehörige der Opfer an der Unfallstelle befanden.

Die Beifahrerin des auf dem Dach liegenden Fahrzeuges wurde mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen. Im weiteren Einsatzverlauf wurde die L288 zur Unfallaufnahme durch das Unfallaufnahmeteam der Verkehrsdirektion Koblenz durch die Straßenmeisterei vollgesperrt und eine Umleitung eingerichtet. Gegen 3 Uhr wurde die Landstraße wieder freigegeben. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Im Einsatz waren: FEZ Westerburg, FF Westerburg, FF Gershasen, FF Wengenroth, Presseteam FF VG Westerburg, Rettungsdienst Westerburg, Rettungsdienst Hachenburg, Notarzt Hachenburg, Rettungsdienst Dorchheim (Hessen), Notarzt Montabaur, Rettungshubschrauber Christoph 77 (Mainz), die Notfallseelsorge Westerwald, Polizei Westerburg, VUA-Team der Verkehrsdirektion Koblenz.

Quellen: PM der Feuerwehren VG Westerburg und der Polizei Motabaur übermittelt durch newsaktuell

Luftaufnahme: FFW VG Westerburg / Presseteam, Niklas Mohr