Home Blaulicht Bad Ems: Schon wieder Feuer in der leerstehenden Friedenswarte

Bad Ems: Schon wieder Feuer in der leerstehenden Friedenswarte

Dieses Mal brennt es im Dachstuhl - Jugendliche am Brandobjekt erwischt - zunächst eine weitere Person vermisst - schließlich zwei Jugendliche im Brandobjekt entdeckt

Bad Ems | 26. April 2026 | (ww). Zu einem Großeinsatz kam es heute Nachmittag gegen 16.20 Uhr für die Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau und den Rettungsdienst. In der „Friedenswarte“ in der Alten Kemmenauer Straße war ein Brand gemeldet, mehrere Jugendliche galten zunächst als vermisst. Noch während der Anfahrt der Feuerwehr wurde das Alarmstichwort auf Dachstuhlbrand erweitert und zusätzliche Einheiten nachalarmiert. Zuletzt war die Feuerwehr am Ostersonntag zu dem seit Ende der 90er Jahre leerstehenden Objekt gerufen wurde, weil ein Raum im ersten Stock in Flammen stand.

Heute hatte die Brandstiftung (ob der Brand mit Absicht oder fahrlässig ausgelöst wurde ist offen) größere Auswirkungen – dieses Mal brannte es im knochentrockenen, weitläufigen Dachstuhl. Zudem wurden zunächst mehrere Jugendliche vermisst, im Laufe des Einsatzes immer noch ein Jugendlicher. Gefunden wurden aber schließlich zwei weitere Jugendliche im Objekt. Der extrem schnelle Einsatz der Feuerwehr verhinderte heute eindeutig Schlimmeres – nur wenige Minuten mehr und der Dachstuhl wäre wohl komplett in Flammen aufgegangen.

Vor Ort bemühte sich die Polizei die vorliegenden Informationen zu ordnen. „Ein Teil der vermissten Jugendlichen wurde in der Nähe des Objektes entdeckt, sie gaben an, im Objekt gewesen zu sein, aber nichts mit dem Feuer zu tun zu haben. Außerdem vermissten sie eine Freundin“, so eine Erstinformation vor Ort. Im Objekt ging es unter fordernden Bedingungen wegen der Größe der Einsatzstelle und der Temperaturen unter Atemschutz parallel um die Brandbekämpfung und die Suche nach der vermissten Person. Schließlich wurden zwei Jugendliche aus dem Objekt gebracht, durch den Rettungsdienst in Augenschein genommen (ohne Auffälligkeiten) und dann durch die Polizei befragt. Im Einsatz waren die Feuerwehreinheiten aus Bad Ems, Arzbach, Fachbach, Nievern und Dausenau, der Rettungsdienst Rhein-Lahn / Westerwald mit fünf Krankentransport- bzw. Rettungswagen sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeugen.