Bad Neuenahr | 24. September 2026 | (ww). Im Fall des am 19. August durch Messerstiche getöteten Ehepaars in Bad Neuenahr-Ahrweiler ließ sich infolge der weiteren Ermittlungen der gegen den 26-jährigen Sohn zunächst bestehende dringende Tatverdacht nicht aufrechterhalten. Der Haftbefehl wurde aufgehoben und der Beschuldigte aus der Untersuchungshaft entlassen.
Nach der Auswertung der in der Wohnung vorgefundenen schriftlichen Aufzeichnungen, den Erkenntnissen aus der rechtsmedizinischen Begutachtung der Leichen und einer Blutspurenmusteranalyse sowie aufgrund einer Gesamtbeurteilung aller Tatortspuren und einer Tatrekonstruktion ist vielmehr von einem sogenannten „erweiterten Suizid“ des verstorbenen Vaters auszugehen. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hat dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit aus persönlicher Verzweiflung zunächst seine Ehefrau mit Messerstichen tödlich verletzt und im Anschluss dem hingekommenen gemeinsamen Sohn Stichwunden beigebracht, bevor er sich – vorgefasster Absicht folgend – selbst durch zwei gezielte Messerstiche ins Herz das Leben nahm. Die Ermittlungen sind nach derzeitigem Stand weitgehend abgeschlossen. Über den Abschluss des Verfahrens soll daher zeitnah entschieden werden.
Quelle: PM Statsanwaltschaft Symbolfoto: pixabay

