Vichy / Bad Ems | 4. Mai 2026 | (ww). Im Rahmen des fünfjährigen UNESCO-Welterbe-Jubiläums kamen in der vergangenen Woche Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Welterbestätte Great Spa Towns of Europe im französischen Vichy zusammen. Für die Stadt Bad Ems nahmen Stadtbürgermeister Oliver
Krügel – zugleich Vorsitzender des Netzwerks – sowie Julia Palotas als Site-Managerin der Teilwelterbestätte teil. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Generalversammlung der elf europäischen Kurstädte, die gemeinsam die UNESCO-Welterbestätte Great Spa Towns of Europe bilden. Diese umfasst bedeutende Kurorte aus sieben Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Sie alle verbindet ein außergewöhnlicher universeller
Wert („Outstanding Universal Value“), der zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2021 geführt hat.
Fünf Jahre nach dieser Auszeichnung wurde in Vichy nicht nur Bilanz gezogen, sondern vor allem der Blick nach vorne gerichtet. Die Generalversammlung vereinte politische Vertreterinnen und Vertreter, Fachleute aus Denkmalpflege, Tourismus und Klimaschutz sowie das internationale Jugendforum der Great Spa Towns. Gemeinsam wurden zentrale Weichenstellungen für die kommenden Jahre vorbereitet. Im Fokus standen insbesondere die Fortschreibung des Managementplans sowie die Erarbeitung eines neuen Aktionsplans für das gesamte Welterbe-Netzwerk. Dabei spielen Themen wie Klimaanpassung, nachhaltige Entwicklung und Risikovorsorge eine zentrale Rolle. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der elf Städte weiter zu stärken und gemeinsame Strategien
zu entwickeln, die europaweit Wirkung entfalten.
Die Gastgeberstadt Vichy zeigte dabei eindrucksvoll, wie das UNESCO-Prädikat vor Ort genutzt werden kann. In den vergangenen Jahren wurden dort umfangreiche Investitionen in die historische Bausubstanz und die touristische Infrastruktur getätigt. So wurde unter anderem der Parc des Sources umfassend neugestaltet und als attraktiver Ort für Veranstaltungen und Begegnungen weiterentwickelt. Auch neue Ausstellungsformate und kulturelle Angebote sind in Planung und unterstreichen die dynamische Entwicklung der Stadt. Die Tagung in Vichy machte deutlich, wie wertvoll der internationale Austausch innerhalb des Netzwerks ist. Bad Ems bringt sich dabei aktiv ein – sowohl auf strategischer Ebene als auch im praktischen Erfahrungsaustausch. Die enge Zusammenarbeit der Partnerstädte schafft die Grundlage dafür, das gemeinsame Welterbe langfristig zu sichern und gleichzeitig weiterzuentwickeln.
„Gerade im Jubiläumsjahr ist es wichtig, nicht nur zurückzublicken, sondern die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten“, so Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Das Netzwerk lebt vom Austausch, von gemeinsamen Ideen und davon, dass wir voneinander lernen. Davon profitiert jede einzelne Stadt – auch Bad Ems.“ Mit neuen Impulsen und konkreten Arbeitsaufträgen kehrte die Delegation aus Vichy zurück. Die Ergebnisse der Generalversammlung werden nun in den kommenden Monaten weiter konkretisiert und in den einzelnen Städten umgesetzt. Quelle: PM Stadt Bad Ems / Foto(s): Julia Palotas

