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Kiffen erlaubt, danach ans Steuer bleibt jedoch verboten

Hinweis des Polizeipräsidiums Koblenz im Zusammenhang mit der Cannabis-Teil-Legalisierung seit dem 1. April

Region | 20. April 2024 | (ww). Wer Alkohol, Cannabis, bestimmte Medikamente und illegale Rauschgifte zu sich nimmt und dabei Auto fährt, bringt sich und andere in Gefahr. Beim Fahren unter dem Einfluss von Drogen drohen 500 bis 1.500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein bis drei Monate Fahrverbot.

Allerdings nur, wenn der jeweilige Fahrer ohne Fahrfehler, ohne Gefährdung anderer und ohne Unfall unterwegs war. Sonst kann eine Drogenfahrt noch viel mehr kosten:

  • bis zu 5 Jahre Führerscheinsperre
  • Geld- oder Freiheitsstrafe
  • Drogenscreening/ möglicherweise Drogentherapie
  • eigene Versicherung zahlt nicht bei Unfällen
  • Schadensersatz für Unfallschäden am anderen Fahrzeug

Doch nach der Sperre kommt der „Lappen“ nicht automatisch zurück – vorher muss sich auch noch einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterzogen werden. Die MPU plus Screenings, Verwaltungsgebühr, Nachschulung und Anwalt kann bereits „im ersten Versuch“ – und der reicht oft nicht aus – über 2000 Euro kosten.

„Das Fahren unter dem Einfluss von Cannabis (und selbstverständlich allen anderen berauschenden Mitteln) belibt weiterhin strafbar – lasst das Auto dann also lieber stehen“, warnt das Polizeipräsidium Koblenz.

Quelle: WhatsApp-Kanal PP Koblenz (VH)

Beitragsbild: Pixabay

Grafik im Beitrag: PP Koblenz /VH