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Lahntalradweg auch beim Kloster Arnstein gesperrt – massive Schäden nach Windbruch

Lahntal | 1. März 2024 | (ww). 56aktuell hat bereits mehrfach über Sperrungen des Lahntal Rad- und Wanderweges bei Diez wegen umgestürzter Bäume berichtet. Im Zuge der Recherche zum Thema fiel auf, dass auch zwischen Nassau und Obernhof eine Sperrung vorliegt, über die bislang allerdings nicht informiert wurde. Da der überörtliche Lahntalradweg zwischen Kloster Arnstein und Bergnassau Scheuern in der Trägerschaft und damit Verkehrssicherungspflicht der Verbandsgemeinde Bad Ems–Nassau liegt, hat 56aktuell bei der VG-Verwaltung nachgefragt – jetzt die liegt die Antwort auf unsrere Fragen vor:

Der Lahntal Rad- und Wanderweg wurde bereits Ende des letzten Jahres im Abschnitt zwischen dem Klosterparkplatz und der Schleuse Hollerich infolge durch Windbruch umgestürzter Bäume stark in Mitleidenschaft gezogen und musste deshalb gesperrt werden.

Mehrere Sturmereignisse haben dazu geführt, dass Bäume oberhalb des Weges auf den Weg gestürzt sind. Dabei wurden zum Teil erhebliche Schäden an Absturzsicherungen bzw. Leitplanken verursacht. Betroffene Bereiche waren auf Veranlassung der Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau und des Forstbetriebes des dortigen Waldeigentümer zum Teil mittlerweile wieder freigeschnitten, bis beim letzten Sturm am 3. Februarwochenende dort wiederum Bäume umstürzten. Das Schadensausmaß, in dem Bäume unterhalb des Weges nunmehr ebenfalls entwurzelt sind, ist so groß, dass an mindestens zwei Stellen starke Beschädigungen des Asphaltes durch talseitigen Wegeabbruch entstanden sind.

In der Konsequenz hat dies zur Folge, dass die Straße selbst für Forst- und Baufahrzeuge, die die Bäume entfernen sollten, nicht mehr passierbar ist. Um diesen Zustand zu beheben, sind erhebliche Wegeinstandsetzungsmaßnahmen nebst einer Hangsicherung erforderlich.

Eine eigentlich im März beabsichtigt Öffnung des Weges ist wegen der hohen Unfallgefahr leider nicht möglich. Die Verbandsgemeinde plant in dem dortigen Streckenabschnitt ohnehin eine Wegesanierung nebst Bewuchsfreistellung und hat hierfür Fördermittel beantragt. Vor dem Hintergrund, dass sich die Situation und die Schadensbehebung leider nicht schnell lösen lässt, hat die Verbandsgemeinde bereits ein Fachbüro mit der Findung einer geeigneten Umleitungsstrecke beauftragt.

Fotos: VG BEN / Ben Mathy