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alexandra weber

    Rheinland-Pfalz | 19. Dezember 2023 | (ww). Hoffnung schenken und Trost spenden: Darum dreht sich Alexandra Webers ehrenamtliches Engagement seit vielen Jahren. Gemeinsam mit den mehr als 100 Helferinnen und Helfern der von ihr gegründeten Initiative „Herzkissen – gemeinsam gegen Krebs“ erschafft sie aus einfachem Stoff mit viel handwerklichem Geschick und Herz kleine Kunstwerke für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Für diesen bemerkenswerten Einsatz überreichte ihr Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, nun die Landesverdienstmedaille im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

    SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis (re.) überreichte die Urkunde an Alexandra Weber. Mit ihr freute sich ihr Ehemann Michael Weber (li.).

    Man kann sich vorstellen, dass die Diagnose Brustkrebs für Betroffene und Angehörige ein Schock ist und einen gravierenden Einschnitt im Leben bedeutet. Denn die Krankheit ruft nicht nur Ängste hervor, sondern geht auch mit Schmerzen einher. Alexandra Weber möchte Menschen, die an Brustkrebs erkrankt sind, helfen und beistehen. Ihre Initiative „Herzkissen – gemeinsam gegen Krebs“, die sie 2011 gegründet hat und die inzwischen ein kleines gemeinnütziges Unternehmen geworden ist, näht sogenannte Herzkissen. Diese sind speziell dazu entwickelt, den Druckschmerz, der nach der Operation entsteht, zu lindern und den Betroffenen das Gefühl zu geben, dass sie den schwierigen Weg nicht alleine beschreiten. Mit den inzwischen mehr als 2.500 Kissen, die mit viel Leidenschaft pro Jahr entstehen, beliefert die Initiative vor allem Kliniken im nördlichen Rheinland-Pfalz, aber auch darüber hinaus.

    Im Laufe der Jahre sind zudem weitere Aktionen hinzugekommen. Unter dem Motto „Nähen für kleine Herzen und Sterne“ nähten die „Herzkissen“ im Jahr 2020 Kleidung für Frühchen sowie kleine Plüschherzen aus lila Stoff, die – am Anschnallgurt im Auto befestigt – den bei manchen Kindern operativ eingesetzten Portkatheter vor Druck schützen sollen. Doch nicht nur für Frühchen wurde bei der Aktion genäht, sondern auch für Sternenkinder, also Babys, die kurz vor, während oder nach der Geburt versterben. Die Initiative fertigte beispielsweise Einschlagdecken, in die die Sternenkinder eingewickelt werden. Für die Angehörigen der verstorbenen Kinder entstanden zudem Erinnerungspakete. Als einmalige Aktion geplant, hat sich insbesondere der Einsatz für die Sternenkinder inzwischen verstetigt.

    Dies ist jedoch nicht die einzige Aktion, die Alexandra Webers Initiative in den vergangenen Jahren ins Leben gerufen hat. So nähen die Helferinnen und Helfer beispielsweise auch Drainage-Taschen für die onkologische Gynäkologie. In den Umhängetaschen, die die Patientinnen nach der Operation über der Brust tragen, können die Flaschen aufbewahrt werden, in denen sich das Wundsekret sammelt. Für Patientinnen, denen aufgrund einer Chemotherapie die Kopfhaare ausfallen, sammelt die Initiative außerdem Haare, aus denen ein Perückenhersteller Haarteile fertigt. Zudem werden für Chemopatientinnen weitere, speziell auf sie zugeschnittene Herzkissen genäht, die den Portkatheter auf Höhe des Schlüsselbeins schützen. Zu Beginn der Corona-Pandemie stellte die Initiative darüber hinaus ehrenamtlich tausende Atemmasken her.

    SGD-Nord-Präsident Treis dankte Weber für ihr Engagement. Bei der Feierstunde in der SGD Nord waren ihre Familie, Mitglieder der Initiative sowie kommunale Vertreter anwesend. Anregerin der Auszeichnung ist Anke Schunkert.

    Quelle und Foto im Beitrag: SGD Nord

    Titelbild: Herzkissen

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