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Berufsorientierungsprojekt

    Koblenz – Ahrtal | 11. November 2022 | (cm). Voller Erfolg für das gemeinsame Berufsorientierungsprojekt der rheinland-pfälzischen Landesregierung und der Handwerkskammer Koblenz: seit April 2022 wurden durch „Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“ insgesamt 37 Praktika für 18 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren und mit unterschiedlichen Schulbildungsniveaus durchgeführt. Drei der Teilnehmer haben dadurch sogar einen Ausbildungsplatz erhalten, ein weiterer Teilnehmer darf sich über die Vermittlung von einer Einstiegsqualifizierung freuen, teilte die HwK Koblenz jetzt mit. Ziel des Projektes sei es, die Vermittlung von Nachwuchskräften in handwerkliche Berufe voranzutreiben – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. „Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“ soll den jungen Menschen bei ihrer Berufswahl helfen. Im Laufe von sechs Monaten können die Teilnehmer zahlreiche Unternehmen und Berufe im Handwerk besuchen und kennenlernen. Dazu wechseln sich zweiwöchige Qualifizierungsphasen in den Betriebsstätten der HwK mit sechswöchigen Praxisphasen in verschiedenen, im Ahrtal tätigen Handwerksbetrieben, ab. Somit wird nicht nur den jungen Menschen bei ihrer Berufswahl geholfen, sondern auch der Wiederaufbau im Ahrtal unterstützt. Und: durch das Projekt haben die teilnehmenden Handwerksbetrieben die Möglichkeit, junge Talente für den Beruf zu begeistern und zukünftige Auszubildende für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

    Von dem Projekt machten sich jetzt auch der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer und Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz ein Bild vor Ort. Dafür besuchten sie zwei Baustellen in Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler und tauschten sich mit den Projektteilnehmern und den involvierten Unternehmern aus, aber auch mit betroffenen Hauseigentümern. Das Projekt biete eine großartige Chance für junge Menschen, so HwK Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich. Der Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer ergänzte, dass es die Aufgabe des Ministerium sei, solche Projekte zu unterstützen, in denen sich junge Menschen unabhängig vom Bildungsstand beweisen und entwickeln können.

     

    Malermeister Marco Mäsgen aus Remagen freut sich, dank des Projekts Justin Behrens als neuen Auszubildenden für seinen gleichnamigen Handwerksbetrieb gewonnen zu haben – gerade in der aktuellen Situation mit einem deutlich spürbaren Fachkräftemangel einerseits und des hohen Auftragsstandes andererseits. Auch Justin Behrens wirkte sehr zufrieden und glücklich, schnell angekommen zu sein. Obwohl er zu Beginn des Projekts noch keine konkrete Vorstellung von seinem zukünftigen beruflichen Werdegang hatte, entschied er sich bereits während der ersten Praktikumsphase für „sein“ Unternehmen und die berufliche Zukunft im Malerhandwerk. Ein Glücksfall für beide Seiten

     

    Zustimmung gab es ebenfalls von Tischlermeister Dirk Roos aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der sich mit seinem Handwerksbetrieb Fenster-Roos für eine Projektteilnahme entschied. Die üblichen Fenster- und Türarbeiten seines Unternehmens sind personalintensiv, denn seine mobilen Einsatzteams bestehen selbst bei Serviceaufträgen immer aus mindestens zwei Mitarbeitern. Die fundierte Ausbildung neuer Nachwuchskräfte für sein Handwerk ist ihm daher sehr wichtig. Nun ist er Mentor des Projektteilnehmers Justin Langbein, der über Bekannte von dem Projekt erfahren hatte. Justin befindet sich derzeit in seiner vierten Projektwoche und steht somit am Anfang seiner vielfältigen Berufsorientierungszeit.

    Quelle + Fotos: HwK Koblenz

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