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    Koblenz | 16. April 2023 | (ms). Das Handwerk ist gefragter denn je, denn überall in Deutschland wird händeringend nach Fachkräften gesucht. Dennoch scheuen sich junge Menschen oftmals davor eine Ausbildung zu machen – gerade, wenn sie ein Abitur gemacht haben und einen akademischen Bildungsweg anstreben. Der Weg ins Handwerk muss aber nicht zwangsläufig über die Ausbildung geschehen – auch ein Studium kann der Türöffner zu enorm gefragten Branchen im Handwerk sein. Ein gutes Bespiel hierfür ist das Klimahandwerk. Tatkräftige Unterstützung durch weitere helfende Hände wird erforderlich sein, um die große Aufgabe heute wie morgen zu meistern: die Umsetzung der Energiewende. Die Aussichten von Fachkräften im Handwerk sind somit zukunftssicherer denn je, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmer.  

    Der weg hierfür könnte zum Beispiel ein duales Studium sein, welches ein fundiertes theoretisches Hochschulstudium mit intensiver Berufspraxis im Handwerk verbindet. Ähnlich wie die Studierenden profitieren auch die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe: Zum einen von den sehr gut ausgebildeten Fachkräften – insbesondere für Führungspositionen – und zum anderen vom Werbeeffekt durch das Hochschulmarketing und dem erweiterten Kreis potenzieller Auszubildender in der Zukunft. Die Möglichkeit eines dualen Studiums existiert bereits seit vielen Jahren. In Zusammenarbeit zwischen der Handwerkskammer (HwK), der Hochschule und dem Handwerksbetrieb wird es den Studierenden ermöglicht, sich akademisch und praktisch zu bilden. Das Hochschulangebot und welche Berufe dual studiert werden können, wird dabei in erster Linie von den Unternehmen und der Nachfrage im Handwerk beeinflusst. Der Student und die Studentin von heute könnten morgen genau diejenigen sein, die das Handwerk in die Zukunft tragen. Das duale Studium sei ein Ansatz, um auch jene für das Handwerk zu begeistern, die sonst vielleicht eine rein akademische Ausbildung – am Handwerk vorbei – angestrebt hätten, so Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz. Studieninteressierte und Betriebe können sich bei der HwK Koblenz informieren, deren Ausbildungsberatung vor und während des ausbildungsintegrierten dualen Studiums im Handwerk beratend und unterstützend zur Seite steht. Ein duales Studium sei für viele junge Menschen ein idealer Einstieg in das berufliche Leben. Der Studiengang ‚Bauingenieurwesen, dual‘ in Kooperation zwischen der HwK Koblenz und der Hochschule Koblenz ist hier keine Ausnahme. Die Kombination von Berufsausbildung und Studium ermöglicht es den Absolventen, mit dem ausbildungsintegrierten dualen Studium sowohl einen Gesellen- als auch einen Hochschulabschluss zu erwerben.   

    Quelle und Bild: HwK Koblenz / Denise Nuß 

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