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    Brey | 20. September 2023 | (ww). Gegen 17 Uhr heute Nachmittag wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel zu einem brennenden Zug bei Brey alarniert.  Wie sich kurz darauf herausstellte hatte der Zug eine brisante Fracht – 1000 Tonnen Propangas waren in den Kesselwagen durch das Mittelrheintal unterwegs. Anwohner, aber auch nach Auskunft vor Ort, wohl auch ein Fahrdienstleiter der Bahn hatten die Feuerwehr verständigt, weil ein brennender oder zumindest stark qualmender Zug auf der linksrheinischen Bahnstrecke unterwegs sei. Nach Angaben der Feuerwehr leitete der Lokführer, informiert durch den Fahrdienstleiter eine Notbremsung ein, der Zug kam schließlich genau auf Höhe des Campingplatz „Wilhelm“ bei Brey zum Stehen. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte schon glühende Radsätze an zwei Kesselwagen fest. Nach gut einer Stunde Abkühlen sollte der Zug seine Fahrt nach Auskunft vor Ort fortsetzen können. Die betroffenen Bremsen an den inzwischen blau schimmernden Radsätzen sollten dafür außer Funktion gesetzt werden. Rund 60 Kräfte der Einheiten Brey, Rhens, Spay und Waldesch waren alarmiert. Letztlich mussten sie aber glücklicherweise nicht Eingreifen.

    Glücklicherweise bewahrheitete sich das ursprüngliche Einsatzstichwort „brennender Zug“ heute nicht, die erleichterten Ehrenamtlichen wollten sich vor Ort nicht vorstellen, was im Falle eines wirklich brennenden Zugs mit dieser Ladung hätte geschehen können. Dabie wäre wahrscheinlich aber auch egal, ob der Zug neben einem Campingplatz zum Stehen kam oder in einem der Orte im engen Mittelrheintal. Seit Jahrzehnten fordern Bürgerinitiativen, dass vor allem Gefahrstoffzüge mit hochbrennbarer Fracht nicht durch das eng bebaute Mittelrheintal fahren dürfen, immer wieder wird vor der Gefahr durch die „rollenden Bomben“ gewarnt – jedoch bislang ohne Erfolg.

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