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    Neuwied | 28.04.2022 | (cm). Im Zoo Neuwied haben die Tierpfleger in den Vogelrevieren gerade alle Hände voll zu tun. Der Grund: bei den meisten Vögeln ist gerade Brut- und Schlüpfzeit. Doch nicht bei jeder Vogelart sieht man als Besucher direkt den Nachwuchs. Bei den sogenannten Nesthockern fliegen die Jungvögel erst aus, wenn sie vollständig befiedert und bereits fast so groß sind wie ihre Eltern, teilt Kurator Maximilian Birkendorf. Zu den Nesthockern gehören neben den Kuckucken auch australische Sittiche wie Wellen- und Nymphensittich, Papageien, Singvögel, Eulen und Greifvögel. Aus diesem Grund müssen die Nistkästen regelmäßig überprüft werden, um keinen Schlupf zu verpassen. Denn die Küken müssen mit den vorgeschriebenen Fußringen ausgestattet werden, und das Zeitfenster dafür sei äußerst klein. Zu früh angebracht, können die Ringe wieder abfallen. Wartet man zu lange, sind die Kücken zu groß und man bekommt die geschlossenen Ringe nicht mehr übergestülpt.

    Ganz anders sehe es bei den Kronenkiebitzen aus, den Nachbarn der Guirakuckucke. Die Kiebitze seien Nestflüchter. Das bedeutet, dass sie von Anfang an flauschig befiedert sind und schon kurz nach dem Schlupf ausgezeichnet laufen können. Zu den Nestflüchtern gehören auch die Strauße. Da sie bei der Brut jedoch viel Ruhe benötigen und ihre Eier zur Not auch vehement gegen potenzielle Gefahren verteidigen, liegt das in einer Sandkuhle angelegte Nest laut Birkendorf verborgen hinter dem Haus. Sollte die Brut erfolgreich sein, so wäre das die erste Naturbrut seit 15 Jahren bei den Straußen im Zoo Neuwied. Daumen drücken heißt es auch bei den Steppenadlern. Sie sitzen zum ersten Mal in der Geschichte des Zoo Neuwied auf Eiern. Auch auch bei den Flamingos könnte es nach jahrelanger Pause in diesem Frühjahr wieder Nachwuchs geben.

    Quelle: PM Zoo Neuwied

    Fotos: Zoo Neuwied

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