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überregulierung

    Lahnstein/Fachbach | 03. September 2023 | (ms). Die bevorstehende Sperrung der Bundesstraße 260 zwischen der Ruppertsklamm und der Brücke Friedrichssegen sorgt für Unmut und Sorgen bei Anwohnern und Berufspendlern. Josef Oster, CDU-Bundestagsabgeordneter, bemängelt in diesem Zusammenhang auch die Informationspolitik des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez und fordert eine rechtzeitige Benachrichtigung der Bevölkerung. Die kurzfristige Ankündigung der Vollsperrung, die von September bis Ende des Jahres dauern wird, trifft tausende Berufspendler, Privatpersonen und möglicherweise auch den Schülerverkehr täglich. Und auch Gewerbe- und Gastronomiebetriebe in der Region werden erheblich beeinträchtigt, da die Baustelle mit zwei weiteren Maßnahmen zusammenfällt, die ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen führen. 

    Aus diesem Grund trafen sich kürzlich zahlreiche Gewerbetreibende, Anwohner und Politiker zu einer „Lagebesprechung“ im Fachbacher Beachclub auf Einladung des Campingplatzbetreibers Oliver Schupp mit zwei Vertretern des LBM. Dabei wurde erklärt, dass aufgrund verschärfter Sicherheitsvorschriften eine halbseitige Sperrung der B260 nicht mehr möglich ist. Da die Straße nicht über eine durchgehende Fahrbahnbreite von 8,50 Metern verfüge, könne ein entsprechender Ampelbetrieb nicht eingerichtet werden.  Josef Oster, der den Frust der Bevölkerung gut nachvollziehen konnte, bezeichnet diese Regulierung als volkswirtschaftlich schädlich und plant nun, das Thema in seiner parlamentarischen Arbeit in Berlin zu thematisieren. Natürlich müsste die Sicherheit der Arbeiter stets oberste Priorität haben, hierbei handele es sich jedoch um Überregulierung, so Oster.  

    Obwohl die beiden LBM-Vertreter bei der Diskussionsrunde auf reichlich Unmut stießen, betonte Oster, dass sie nicht die richtigen Ansprechpartner für die Verärgerung der Bevölkerung seien. Weder die Kommunikationsabteilung des LBM noch der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Jörg Denninghoff, oder seine Vertreter nahmen an der Diskussion teil, was nach Ansicht von Oster kontraproduktiv war, wenn Verständnis und Akzeptanz vor Ort gewonnen werden sollte. Auf Nachfrage beim Landesbetrieb Mobilität wurde mitgeteilt, dass die Vollsperrung frühestens am 25. September eingerichtet werden soll.  

    Quelle: Büro Josef Oster, MdB 

    Fotos: Philip Rünz 

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