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    Westerwaldkreis | 21. März 2023 | (ms). Bei ihrer diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz hat die Westerwald Bank eG noch einmal auf das vergangene Geschäftsjahr 2022 zurückgeschaut. Ein bewegendes Jahr, das sich auch in der Region widergespiegelt hat. So hätte die hohe Inflationsrate, insbesondere im Bereich der Energiekosten Unternehmen und Privathaushalte vor große Herausforderungen gestellt, so Dr. Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwald Bank. Dennoch kann man auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Im Kreditwachstum und bei der Entwicklung der Einlagen habe man gut zulegen können. In diesem Umfeld wuchs die Bilanzsumme um 4,1 % auf rund 3,82 Mrd. Euro. Entscheidender sei jedoch die Entwicklung des Kreditvolumens, das man an seine Kundinnen und Kunden ausreichen konnten. Dieses stieg um insgesamt 9,1 % auf 2,32 Mrd. Euro, so Dr. Kölbach. Auch das sehr gute Neugeschäftsergebnis des Vorjahres konnte nocheinmal deutlich gesteigert werden: Das Volumen der Neukreditzusagen erreichte mit 678 Mio. Euro einen Rekordwert – nach dem bereits sehr guten Vorjahreswert von 595 Mio. Euro.  

    Besonders erfreulich entwickelte sich dabei das Firmenkundengeschäft und das gewerbliche Immobilienfinanzierungsgeschäft, wo man ein sattes Plus verzeichnen konnte. Aber auch das Privatkundensegment konnte trotz eines sehr schwierigen Jahres mit rund 239 Mio. Euro (Vorjahr: 254 Mio. Euro) noch ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs auch das Einlagevolumen um 5,5 Prozent, auf 3,09 Mrd. Euro an. Das von der Bank insgesamt betreute Kundengeschäftsvolumen im genossenschaftlichen Finanzverbund stieg von 7,47 Mrd. Euro um 4,7 % auf nunmehr 7,82 Mrd. Euro an. Laut Vorstandsmitglied Andreas Tillmann zeige die Entwicklung der Ertragslage ein solides Ergebnis der Bank auf. Das starke Kreditwachstum führte demnach zu einem erhöhten Zinsüberschuss von nunmehr 53,3 Mio. Euro (Vorjahr: 40,7 Mio. Euro). Uneinheitlich zeigte sich hingegen das Dienstleistungsgeschäft der Bank, welches sich inflationsbedingt reduziert. So hoben viele Kundinnen und Kunden ab dem zweiten Quartal 2022 ihre Sparverträge bei der Union Investment ab, sodass das exzellente Vorjahresergebnis (145,9 Mio. Euro) mit 97,5 Mio. Euro nicht erreicht wurde. Auch der Lebensversicherungsbereich ging ein wenig zurück, während die Entwicklung im Bauspargeschäft hingegen erfreulich sei.  

    Für Privatkunden interessant: Die Bank beschreibt die Risikolage im Kreditgeschäft auch weiterhin als unverändert unauffällig. Jedoch wirken sich die gestiegenen Zinsen zum Jahresende in der Bewertung auf die Wertpapiere der Bank aus, so Vorstandsmitglied Markus Kurtseifer. Hierfür habe die Bank jedoch Vorsorge getroffen. Außerdem für die Zukunft wichtig sei ein starkes Eigenkapital. Dies sei laut der Bank Grundlage für ein weiteres Kreditwachstum. Wenn die Vertreterinnen und Vertreter dem Vorschlag der Gesamtverwaltung im Rahmen der Vertreterversammlung Ende Juni folgen, wächst das bilanzielle Eigenkapital auf 345,6 Mio. Euro (bisher: 309 Mio. Euro). Wenn die Eigentümerversammlung im Juni zustimmt, dann ist zudem die Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Unterwesterwald eG rückwirkend zum 01. Januar 2023 gültig. Mit dieser Fusion würde insbesondere im Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank Unterwesterwald die Vergabe höherer Einzelkredite ermöglicht, so Kurtseifer. Außerdem, so die Bank, profitieren die Kundinnen und Kunden der bisherigen Raiffeisenbank von einem um zahlreiche moderne und digitale Dienstleistungen erweiterten Service- und Beratungsangebot.    

    Die Westerwald Bank eG war auch im Geschäftsjahr 2022 ein starker Unterstützer für den Westerwald: So habe man über 400.000 Euro gespendet. Erneut war auch die Stiftung der Westerwald Bank eG eine wichtige Unterstützerin für Menschen in Not im Westerwald. Zahlreiche Projekte wurden unterstützt, so z. B. die Tafeln im Geschäftsgebiet.  

    Quelle und Bild: PM Westerwald Bank eG 

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