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    Lahnstein | 23. Oktober 2023 | (ms). Wer am 14. Oktober in Lahnstein unterwegs war, der hat sicherlich einiges an Blaulichtkräften in der Stadt an der Lahn gesehen. Das hing mit einer simulierten Großschadensübung auf dem Gelände des Chemiekonzerns Zschimmer & Schwarz zusammen, an der mehrere Hundert Einsatzkräfte ihre Arbeitsabläufe für den Notfall auf Herz und Nieren prüfen konnten.  

    Insgesamt waren mehr als 350 Einsatzkräfte und Mitarbeitende der Wehren aus Lahnstein und den Verbandsgemeinden Bad Ems, Loreley, Nastätten, Hahnstätten und Diez sowie der Katastrophenschutzeinheiten des Rhein-Lahn-Kreises und der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Koblenz, verschiedener Einheiten der Schnelleinsatzgruppen sowie des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses, des Technischen Hilfswerks Lahnsteins, der Polizeiinspektionen Lahnstein und St. Goarshausen sowie des Polizeipräsidiums Koblenz und der Werkfeuerwehr von Zschimmer & Schwarz an der Übung beteiligt – es war also mächtig etwas los. 

    Ausgangspunkt der diesjährigen Großübung war ein Brandszenario, das drohte auf ein weiteres Gebäude überzuspringen. Die Aufgabe der Feuerwehrkräfte bestand darin, gleichzeitig Menschen zu retten, den Brand zu bekämpfen und die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. So rückten, nachdem die erste Wasserversorgung erfolgreich aufgebaut werden konnte, unter Einsatz von Atemschutzgeräten die Feuerwehren an, die die Verletzten (dargestellt von Mitarbeitern von Zschimmer & Schwarz) innerhalb kürzester Zeit retteten und sie an das medizinische Personal übergeben konnten. Eine weitere Wasserversorgung wurde vom Rhein aufgebaut, um genügend Löschwasser zur Niederschlagung der Brandgase zur Verfügung zu haben.  

    Eine weitere Herausforderung bestand darin, eine Riegelstellung zu errichten, um die benachbarten Gebäude zu schützen. Der Gefahrstoffzug führte parallel dazu Luftmessungen durch, um eine mögliche Beeinträchtigung der umliegenden Bevölkerung auszuschließen. Mittels Lautsprecherwagen informierte die Feuerwehr die angrenzende Nachbarschaft, bevor gegen 13 Uhr Entwarnung gegeben werden konnte und die Großübung für beendet erklärt wurde.  

    Nach rund fünf Stunden Übungsdauer attestierte Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Lahn-Kreises, Guido Erler, den Einsatzkräften eine sehr gute Arbeit und bedankte sich bei allen Beteiligten. So hätte die praktische Umsetzung des Alarm- und Einsatzplanes sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulichtorganisationen sowie des Krisenstabs und der Einsatzleitung einwandfrei funktioniert. Natürlich habe man potentielle Verbesserungen ebenfalls gesehen – aber gerade aus diesem Grund würde man eine solche Großübung durchführen, so Erler. Auch Sascha Lauer, Leiter der Werkfeuerwehr bei Zschimmer & Schwarz, zog nach der mehrstündigen Übung eine positive Bilanz.  

    Bild von der Großübung

    Quelle und Bild: Zschimmer & Schwarz 

    Symbolbild – Pixabay

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