Braubach | 6. Oktober 2026 | (ww). Wie geht es mit der geplanten Ortsumgehung für Braubach weiter? Um sich über den aktuellen Stand der Planungen und Verfahren zu informieren und auszuloten, wo das Land den weiteren Fortgang unterstützen kann, ist der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf auf Einladung des Landtagsabgeordneten Andreas Birtel nach Braubach gekommen.
Empfangen wurde Staatssekretär Markus Wolf von Stadtbürgermeister Günter Goß und dem Landtagsabgeordneten Andreas Birtel. An dem Gespräch nahmen außerdem die Erste Beigeordnete Claudia Wolf, der für Verkehr zuständige Beigeordnete Marius Risch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley Mike Weiland sowie Vertreter der Bürgerinitiative „Braubach lebenswerter“ teil.
„Die Ortsumgehung ist für Braubach eines der zentralen Infrastrukturprojekte. Mir war wichtig, den Staatssekretär nach Braubach zu holen, damit wir unmittelbar vor Ort über den aktuellen Stand, die nächsten notwendigen Schritte und die Unterstützungsmöglichkeiten des Landes sprechen können“, erklärte Andreas Birtel. „Entscheidend ist, dass das Verfahren weiter vorankommt und die nächsten Schritte konsequent vorbereitet werden.“ Für die Bürgerinitiative „Braubach lebenswerter“, die sich seit 2013 für den Bau einer Ortsumgehung einsetzt, erläuterte deren Vorsitzender Helmut Veit gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dr. Heinz Gemmer ausführlich den aktuellen Stand der Planungen und der laufenden Verfahren. Dabei wurde deutlich, welche Schritte auf dem weiteren Weg noch erforderlich sind und an welchen Stellen Unterstützung notwendig ist. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem noch ausstehenden Heritage Impact Assessment (HIA). Dieses Gutachten soll untersuchen, welche Auswirkungen das geplante Straßenbauprojekt auf das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal haben könnte und ist damit ein wichtiger Baustein für das weitere Verfahren.
Staatssekretär Wolf sagte zu, dass im Jahr 2027 die Vorbereitungen für die Vergabe des Heritage Impact Assessments abgeschlossen werden sollen. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, anschließend ein unabhängiges Gutachterbüro mit der Erstellung des Gutachtens beauftragen zu können. Die Vertreter der Stadt machten im Gespräch deutlich, welche Bedeutung die Ortsumgehung für Braubach hat. Die hohe Verkehrsbelastung, insbesondere durch den Durchgangs- und Schwerlastverkehr, beschäftigt die Stadt seit vielen Jahren. Eine Umgehungsstraße soll deshalb nicht nur die Innenstadt vom Verkehr entlasten, sondern auch die Lebens- und Aufenthaltsqualität verbessern und neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt eröffnen. Der Besuch bot Gelegenheit, die nächsten Schritte unmittelbar mit dem für Verkehr zuständigen Staatssekretär zu erörtern und die unterschiedlichen Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Stadt, Verbandsgemeinde, Bürgerinitiative sowie die Vertreter aus Landespolitik und Landesregierung waren sich darin einig, den begonnenen Planungsprozess weiter voranzubringen und den Austausch über die nächsten Verfahrensschritte fortzusetzen.
Das Beitragsbild zeigt die aktuell aussichtsreichste Realisierungsvariante. Das ist eine Troglösung mit Untertunnelung der Bahn ohne sichtbare Eingriffe in das Weltkulturerbe. Grafik: LBM Diez.
Quelle: PM Stadt Braubach

