Home Topnews Welthospiztag im Cinexx Hachenburg: Hospizarbeit im Mittelpunkt

Welthospiztag im Cinexx Hachenburg: Hospizarbeit im Mittelpunkt

Informationsstände und Filmvorführung standen am 30. September im Zeichen der Hospizarbeit

Hachenburg | 30. September 2026 | Luca Weilberg. Im Cinexx Hachenburg drehte sich am Mittwoch alles um ein Thema, über das im Alltag häufig nur ungern gesprochen wird: das Lebensende. Anlässlich des Welthospiztages fand dort die Veranstaltung „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ statt. Von 15 bis 19 Uhr konnten sich Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Informationsständen über die Arbeit der beteiligten Einrichtungen informieren und miteinander ins Gespräch kommen. Um 16 Uhr wurde außerdem der Spielfilm „Ich sterbe. Kommst Du?“ von Regisseur Benjamin Kramme gezeigt.

Hospizarbeit ist dabei weit mehr als die Begleitung am Lebensende. Auch die Unterstützung von Angehörigen, Trauerbegleitung, die Begleitung von Kindern und Jugendlichen sowie verschiedene Angebote zur Beratung und Selbsthilfe gehören zu den Bereichen, die bei der Veranstaltung sichtbar wurden.
Mit dabei waren der Ambulante Hospizdienst der Caritas Betzdorf, der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald, die EVIM Ambulante Hospizinitiative Westerwald, der Hospizverein Altenkirchen, der Hospizverein Westerwald, die Katharina Kasper Stiftung, das Ökumenische Hospiz Kloster Bruche, die Palliativstation des Diakonie Klinikums Kirchen sowie die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (WeKISS).
Damit kamen unterschiedliche Einrichtungen aus der Region an einem Ort zusammen. Für die Besucher bestand die Möglichkeit, sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote zu verschaffen und direkt mit den Menschen zu sprechen, die in diesen Bereichen arbeiten.

Ein Thema, das viele Lebensbereiche berührt

Die Informationsstände zeigten dabei auch, wie unterschiedlich Hospizarbeit sein kann. Während einige Angebote die ambulante Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen betreffen, gibt es auch stationäre Angebote, Kinder- und Jugendhospizarbeit, Unterstützung für Angehörige und Trauernde sowie Angebote aus dem Bereich der Selbsthilfe.
Gerade diese unterschiedlichen Bereiche standen bei der Veranstaltung nebeneinander. Nicht als einzelne Angebote für sich, sondern als Teil eines größeren Netzwerks rund um die Begleitung von Menschen und ihren Familien.

Spielfilm „Ich sterbe. Kommst Du?“

Ein weiterer Programmpunkt war die Vorführung des Spielfilms „Ich sterbe. Kommst Du?“ von Benjamin Kramme.
Im Mittelpunkt des Films steht Nadine, eine junge Mutter, die an Krebs im Endstadium erkrankt und gegen ihren Willen in ein Hospiz zieht. Dort wird sie mit ihrem bevorstehenden Tod konfrontiert. Gleichzeitig geht es um ihre Mutter, ihren sechsjährigen Sohn Dexter und die anderen Bewohnerinnen und Bewohner des Hospizes.
Der Film beschäftigt sich dabei mit Abschied, Familie, Trauer und Freundschaft, aber auch mit der Frage, wie Menschen mit dem eigenen Lebensende umgehen und welche Bedeutung Selbstbestimmung dabei haben kann.
Kramme führte nicht nur Regie, sondern brachte auch eigene Erfahrungen aus dem Hospizbereich in die Entwicklung des Films ein. Dadurch entstand eine Geschichte, die das Thema nicht ausschließlich aus medizinischer Sicht betrachtet, sondern vor allem die Menschen und ihre Beziehungen in den Mittelpunkt stellt.

Hospizarbeit sichtbar machen

Mit der Veranstaltung im Cinexx Hachenburg wurde die Arbeit verschiedener Einrichtungen aus der Region an einem gemeinsamen Ort vorgestellt. Zwischen Informationsständen und Filmvorführung entstand dabei ein Nachmittag, an dem sich die Besucher sowohl informieren als auch mit den beteiligten Einrichtungen austauschen konnten.

Der Welthospiztag machte damit auch in Hachenburg sichtbar, wie viele unterschiedliche Menschen und Organisationen an der Begleitung am Lebensende beteiligt sind.