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Wie Montabaur den Wald auf die Zukunft vorbereitet

Montabaur. Der Haupt- Finanz- und Umweltausschuss des Montabaurer Stadtrats hat Ende Oktober erneut eine Bestandsaufnahme des örtlichen Waldgebiets eingeholt. Dabei wurde schnell klar: Der Stadtwald befindet sich in extremem Klimastress. Insbesondere rund um den Köppel waren im Stadtwald große Flächen von der Borkenkäferplage der vergangenen drei Jahre betroffen. Die zuvor ausgedehnten Fichtenwälder sind allesamt den extremen Witterungsverläufen der Jahre 2018 bis 2020 zum Opfer gefallen. Bei der Waldbegehung waren sich die Stadtratsmitglieder einig, dass der Stadtwald in erster Linie ein Naturraum sei, den es als Ökosystem so störungsarm wie möglich zu behandeln und zu schützen gilt. Deswegen soll die “Wiederbewaldung” und Waldentwicklung auf den ehemaligen Fichtenflächen auch so natürlich wie möglich erfolgen. Auf den weitaus größten Flächen soll der neue Wald aus der natürlichen Ansamung entstehen. Birken, Ebereschen und Weiden werden aufkeimen. Durch in Zukunft regulierenden Eingriffe, soll der Anteil dieser Laubbäume aktiv unterstütz und gesichert werden. Außerdem sollen ebenfalls sollen kleine, mit Zäunen abgegrenzte Bereiche, mit Buchen und Eichen bepflanzt werden. Nichtheimische Baumarten sollen nicht gepflanzt werden. Zusätzlich sollen die abgestorbenen Fichten-Areale für 20 Jahre nicht behandelt werden. Das heißt, hier will man in Montabaur die Natur sich selbst überlassen, um so eine natürliche Wiederbewaldung zu erreichen. Die abgestorbenen Bäume spenden Schatten und fördern das bodennahe Kleinklima.  

Bild – Stadt Montabaur / L. Koivuluoma