Home Blaulicht Bewaffneter Autodieb nach 100 Kilometer-Verfolgung in Montabaur verhaftet

Bewaffneter Autodieb nach 100 Kilometer-Verfolgung in Montabaur verhaftet

Gravenbruch bei Neu-Isenburg/Montabaur | 16. Mai 2026 | (ww). Indem hessische und rheinlandpfälzische Kräfte gemeinsam fahndeten und koordiniert vorgingen, ist der Polizei bereits am Donnerstagnachmittag (Christi-Himmelfahrt) eine schnelle Festnahme gelungen. Vorausgegangen war ein Raubdelikt, bei dem ein 18-Jähriger bei Gravenbruch (Hessen) ein Auto von einer Seniorin unter Vorhalt einer Waffe gestohlen haben soll.

Nach bisherigen Erkenntnissen war eine über 80 Jahre alte Frau gegen 12.50 Uhr mit ihrem schwarzen Golf mit OF-Kennzeichen auf der Landesstraße 3117 in Richtung des Neu-Isenburger Stadtteils unterwegs, als sie an der Kreuzung zur Bundesstraße 459 an der roten Ampel anhalten musste. In dem Moment habe ein dunkel gekleideter Mann die Beifahrertür geöffnet und sie unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Überlassung des Wagens aufgefordert. Während der zunächst Unbekannte mit dem Auto davonfuhr, verständigte die Frau, die bei dem Vorfall unversehrt blieb, die Polizei.

Im Zuge der umgehenden Fahndung, bei der neben zahlreichen Streifen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, konnten die Beamten den VW dann auf der  A3 in Fahrtrichtung Köln entdecken und verfolgen. Das Fahrzeug war mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs, soll unter anderem auch über den Standstreifen gefahren, sowie mit einer Leitplanke zusammengestoßen sein. Auch an einer Gruppe Motorradfahrer sei der Flüchtige sehr dicht vorbeigefahren. Bei Montabaur fuhr das Auto schließlich von der A3 ab in Richtung eines Industriegebiets. Dort stieg der Fahrer, bei dem es sich um den 18-Jährigen handelte, aus und flüchtete unter anderem über einen Zaun, ehe er augenblicklich später vorläufig festgenommen werden konnte. Auch die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusspistole, fanden die Beamten am Festnahmeort auf. Diese und der beschädigte Golf wurden sichergestellt. Der Heranwachsende sitzt inzwischen im Polizeigewahrsam; über seinen weiteren Verbleib wird noch entschieden. Über Verletzte liegen der Polizei bis dato keine Informationen vor.

 

Gegen den Tatverdächtigen, dessen Motiv bislang unklar ist, wird nun unter anderem wegen Verdachts des räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer, räuberischer Erpressung sowie Verkehrsunfallflucht ermittelt. Der Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis steht ebenfalls im Raum. Die Polizei bittet nunmehr um weitere Hinweise. Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Tatverdächtigen gefährdet worden sein könnten, und weitere Zeugen, die im Sachzusammenhang Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei in Offenbach zu melden.

Gestern ergänzten die Staatsanwaltschaft Darmstadt / Zweigstelle Offenbach und das Polizeipräsidiums Südosthessen den Stand die Ursprungsmeldung wie folgt:

Nach der gestrigen Festnahme eines 18 Jahre alten Tatverdächtigen im rheinlandpfälzischen Montabaur hat ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Offenbach auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt am Freitag einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und diesen in Vollzug gesetzt. Der Tatverdächtige wurde nunmehr in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen – auch zu den Hintergründen der Tat – dauern an. Die Ermittler bitten nach wie vor um Hinweise. Verkehrsteilnehmer, die durch die mutmaßliche Fahrweise des Tatverdächtigen gefährdet worden sein könnten, und weitere Zeugen, die im Sachzusammenhang Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei in Offenbach zu melden.

Und auch das Polizeipräsidium Koblenz bittet heute in seinem Zuständigkeitsbereich um Hinweise:

Mit Verweis auf die Pressemeldung des Polizeipräsidiums Südosthessen (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6275892) bittet die Polizei Zeugen, die vergangenen Donnerstag entsprechende Vorgänge im Bereich der A3 von Limburg kommend in Richtung Köln beobachtet haben oder gar von dem Fahrer eines schwarzen VW-Golf mit OF-Kennzeichen gefährdet wurden, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei in Offenbach zu melden.

Quelle: Alle Pressemeldungen via newsaktuell