Region / Venezuela | 2. Juli 2026 | (ww). Die Schnell-Einheit-Einsatz Bergung Ausland (SEEBA) des THW kehrt am Freitagmorgen aus Venezuela zurück. Das 48-köpfige Team mit seinen vier Rettungshunden war nach dem schweren Doppel-Erdbeben vergangene Woche nach einem internationalen Hilfeersuchen nach Venezuela gereist und hat dort nach Überlebenden gesucht. Bis die Helfer aber wieder bei ihren Familien sind wird es mindestens Samstag-Nachmittag: Einsatznachbereitung, Gesundheitscheck und diverse nötwendige Formalitäten brauchen ihre Zeit bis zur „Ausschleusung“. Mit dabei waren nach ersten Meldungen drei Helfer aus der Region, mittlerweile ist klar, bereits im Vorkommando war ein vierter Helfer aus dem 56aktuell-Land dabei. Neben Stephan Heinz und seinem belgischen Schäferhund-Rüden Zippo vom THW Lahnstein sowie Pascal Schreiner vom THW Koblenz war auch noch Marius Grzembke vom THW Neuwied als Baufachberater vor Ort im Einsatz, als „Beweis“ sendet Stephan Heinz unten abgebildetes Foto aus Venezuela (v.l.: Pascal, Marius, Zippo und Stephan).
Große Hoffnungen gab es zum Beispiel, als ein eingesetztes Rettungsteam per Klopfzeichen Kontakt zu einem Verschütteten aufnehmen konnte. Allerdings war, so schrecklich das klingen mag, eine mögliche Rettung fraglich. Im Verlauf der Rettungsarbeiten hat das THW-Team den Kontakt zu der verschütteten Person, von der sie Klopfzeichen und Atemgeräusche vernommen hatten, verloren. Die umfangreichen Rettungsmaßnahmen erstreckten sich über mehrere Stunden. Nachdem anfangs Kontakt bestanden hatte, brachen die Lebenszeichen der verschütteten Person im Verlauf des Einsatzes ab. Zur fachlichen Absicherung der Lage wurde ein niederländisches Search-and-Rescue Team hinzugezogen. Gemeinsam stellten die Einsatzkräfte fest, dass keine Möglichkeit einer Lebendrettung mehr bestand. Der Einsatz musste geschlossen werden. Auch wenn das Einsatzziel einer Rettung nicht erreicht werden konnte, bleibt festzuhalten: der Einsatz war von großer Bedeutung. Durch das professionelle Vorgehen konnte den Angehörigen wenigstens Gewissheit über das Schicksal der vermissten Person gegeben werden.
Ein weiteres, wie wir finden tolles, Bild aus dem Einsatzland zeigt Zippo, der in Venezuela nach intensiver Ausbildung seinen ersten Auslandseinsatz absolvierte. Zippo löste Stephan Heinz` Hund Minx ab, die mittlerweilie „in Rente“ ist.

