Gut die Hälfte der Ladung übelriechenden Ladung stürzte aus dem mit einer Plane als Dach abgedeckten Laderaum des Sattels, als dieser in den Straßengraben kippte. Diese Ladung wurde dann auch zur Herausforderung bei der Bergung des Fahrzeugs und führte letztlich zu einer siebeneinhalbstündigen Sperrung der wichtigen Verbindungsachse zwischen der rheinland-pfälzischen Taunusseite und dem Rheingau, bzw. der Region Wiesbaden. Zunächst wurde durch die Feuerwehren aus Heidenrod-Grebenroth und Heidenrod-Kemel auslaufende Betriebsstoffe aufgefangen. Diesel aus den Tanks trat glücklicherweise nicht aus, allerdings musste eine große Menge Hydrauliköl aufgefangen werden. Dann versuchte das Entsorgungsunternehmen die Hausmüllballen mit eigenem Material und Personal aufzunehmen. Das Containerfahrzeug mit Ladekran, Kralle und 10-Meter Auslage brachte allerdings die Kombination aus dem verunglückten Sattelzug und dem Höhenunterschied bis zu den Müllballen im Straßengarben am Waldrand an die Grenze seiner technischen Möglichkeiten.



Abhilfe sollte der sowieso zur Bergung des Sattelzugs angeforderte Mobilkran schaffen. In einem ersten Versuch hofften die Spezialisten aus Limburg darauf mit Kran und zusätzlich ziehendem Bergefahrzeug den Sattelzug samt dem verbliebenen Teil der Ladung wieder aufzurichten. Dafür waren Gespann und Ladung aber schlicht zu schwer, wohl auch weil große Teile der herausgefallenen Ballen noch auf der mit dem Sattelzug verbundenen Dachplane lagen. Der eingebauten Waage im Kranarm war „der Gegenzug“ ganz einfach zu hoch – Mission erst einmal gescheitert. Was dann folgte war die arbeits- und zeitaufwändige Entladung der einzelnen Ballen über das Wrack hinweg, bis dieses dann endlich wieder aufgestellt werden konnte. Laut Polizei Bad Schwalbach war die Bäderstraße gegen 21.30 Uhr wieder befahrbar. Heute sollten aber noch Baggerarbeiten an der Unfallstelle stattfinden um ausgelaufene Betriebsstoffe und Müllreste umweltgerecht zu entfernen. Während der siebeneinhalbstündigen Sperrung kam es natürlich zu massiven Verkehrsbehinderungen und großen Umwegen, vor allem im Wochenend-Feierabendverkehr.



















