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Erdbeben: THW-Helfer aus der Region auf dem Weg nach Venezuela

Region / Venezuela | 25. Juni 2026 | (ww). Nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 164 gestiegen, mindestens 971 Menschen wurden nach Meldungen der Tagesschau verletzt. Die Erdbeben hatten das Land gegen 18 Uhr Ortszeit mit einem Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des ersten Bebens in eier Tiefe von knapp 22 Kilometern mit 7,2 an. Das zweite, stärkere Erbeben – laut USGS hatte es eine Stärke von 7,5 – ereignete sich wenige Kilometer entfernt in nur rund zehn Kilometern Tiefe. Wegen der geringen Tiefe dürften die Auswirkungen des zweiten Bebens größer sein.Die Beben gehören zu den stärksten, die in den vergangenen Jahren gemessen wurden. In einer Modellrechnung geht die Erdbebenwarte von mehreren Tausend Todesopfern aus.

Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit, die Bundeswehr könne bis zu sechs Transportflugzeuge vom Typ A400M bereitstellen, um Personal und Hilfsgüter etwa des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes zu befördern. „Jetzt gilt es, schnell Hilfe zu leisten“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius der Tagesschau. Auch aus Lahnstein und Koblenz macht sich derzeit Hilfe nach Venezuela auf den Weg. Zu den erfahrenen THW`lern, die sich derzeit aus ganz Deutschland im Raum Köln sammeln, gehören auch Stephan Heinz vom Lahnsteiner THW mit Rüde Zippo (aktuelles Foto vor der Abfahrt in Richtung Köln) und Pascal Schreiner vom THW Koblenz.

Die beiden sind ausgebildete Spezialisten des THW und gehören zur Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA). Diese entstand nach der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985 und den dort gewonnenen Erfahrungen des THW. Die Einheit ist im internationalen Urban Search and Rescue (USAR) Bereich aktiv und auf die Suche und Rettung von Personen nach schweren Erdbeben in städtischen Gebieten spezialisiert. In vielen Auslandseinsätzen konnte die Einheit ihre Fähigkeiten bereits einsetzen und Menschen helfen, unter anderem zum Beispiel nach der Explosion im Hafen von Beirut (2020) oder dem schweren Erdbeben in der Türkei (2023).

Ob die Helfer aus Deutschland heute noch auf den Weg in Richtung Venezuela gehen ist zurzeit noch offen. Trotdem ist die Verlegung zur Sammelstelle außergewöhnlich schnell erfolgt. Das ist auch Teil der Erfahrungen aus zurückliegenden Einsätzen, je früher die internationale Hilfe mit Spezialisten anläuft, desto wahrscheinlicher ist es, dass Verschüttete lebend gerettet aus den Trümmern befreit werden können. Sowie weitere Informationen vorliegen berichten wir weiter.