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Fit für die Zukunft: In der Metzgerei Bayer übernimmt die fünfte Generation Verantwortung

Familienunternehmen will in küchenfertige Produkte investieren und den eigenen Außendienst stärken - Schweine werden bei einem Partnerbetrieb geschlachtet

Niederwallmenach | 24. Juli 2026 | (ww). Die Metzgerei Bayer aus Niederwallmenach im RheinLahn-Kreis, Arbeitgeber für rund 200 Beschäftigte, positioniert sich für die Zukunft. Die strategische Ausrichtung geht einher mit dem eingeleiteten Generationenwechsel in dem weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannten Familienunternehmen. Mit Jannic Bayer übernimmt die inzwischen fünfte Generation zusehends mehr Verantwortung im Betrieb. Der 33-Jährige hat 2024 seine Ausbildung zum Fleischermeister an der Fleischerschule Augsburg mit Auszeichnung bestanden und arbeitet seither voll im elterlichen Betrieb mit. Nach dem Abitur 2012 und der Ausbildung zum Fleischer, hat er seine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen und Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo studiert. Während der Semesterferien erweiterte er regelmäßig seinen Horizont bei Metzgerkollegen im gesamten Bundesgebiet.

Innovationen vorantreiben
Jannic Bayer stellt sich den Herausforderungen eines Unternehmens in der sich verändernden Gesellschaft. Mittel- bis langfristig will er die Vorbereitung der Fleischspezialitäten und den Bereich Kochen zentralisieren. Kurzfristig stehen zunächst Investitionen in die Erneuerung der Verpackungsanlage sowie in Digitalisierung an. Viel vor hat der Juniorchef im Hinblick auf das Produktsortiment: Er beschäftigt sich aktuell intensiv mit neuen und besonderen Fleischzuschnitten – in der Fachsprache Cuts genannt. Außerdem wollen er und sein Vater Ulrich Bayer (66) zusätzliche Convenience-Produkte ins Sortiment aufnehmen, die dem Anspruch an gehobene Handwerksqualität gerecht werden. Zu diesen hochwertigen, regionalen Fertiggerichten zählen sie Artikel wie Gulasch, Fond, Bolognese und andere Fleischsoßen. Zusätzlich soll das Angebot saisonaler werden. „Auch im Bereich der Gemeinschafts- und Großverpflegung steigt die Nachfrage nach hochwertigen Convenience-Produkten“, stellt Jannic Bayer fest.

Außendienst stärken
Neben den eigenen Fleischerfachgeschäften richtet die Metzgerei Bayer ihren Fokus verstärkt auf ihre Kunden im Groß- und Einzelhandel: Ein zusätzlicher Mitarbeiter wird den eigenen Außendienst ergänzen. Er soll mit den Kunden gemeinsam das Bayer-Sortiment ausbauen und kundenindividuell weiterentwickeln. Das wirtschaftlich anspruchsvolle Schlachtgeschäft bleibt im Bereich Rinder erhalten. Der Standort Niederwallmenach erfüllt weiterhin die hohen Anforderungen eines Bio- und sogar Demeter-Schlachtbetriebs. Schweine werden in Niederwallmenach ab 10. August aber keine mehr geschlachtet. Dieser Bereich wird in Lohnschlachtung fortgeführt. „Wir können unseren Kunden auch künftig regional erzeugtes Schweinefleisch anbieten. Die Schweine unserer Landwirte lassen wir bei einem Partnerbetrieb in der Eifel schlachten und veredeln sie anschließend in unserem Betrieb in Niederwallmenach“, erläutert Jannic Bayer. „Für die anstehenden Zukunftsaufgaben ist es besonders wertvoll, einen motivierten Nachfolger zu haben, der diese Verantwortung mit Begeisterung übernimmt und die anstehenden Veränderungsprozesse engagiert und zielgerichtet steuert“, freut sich Ulrich Bayer über seinen Sohn.

Über die Metzgerei Bayer: Vom Landwirtschaftsbetrieb zum Convenience-Produzenten –  Das Unternehmen hat seine Wurzeln in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit angeschlossenem Land- und Viehhandel. 1966 errichtete Herbert Bayer, die dritte Generation am Standort Niederwallmenach, ein Schlachthaus, um die umliegenden Metzgereien im Rheingau und am Mittelrhein mit Rinder- und Schweinehälften zu beliefern. 1989 wurde das Unternehmen um eine eigene Wurstproduktion erweitert. Gleichzeitig kamen zwei weitere Standorte im Groß- und Einzelhandel hinzu. In dieser Zeit traten die beiden Söhne Ulrich und Peter ins Familienunternehmen ein. 1996 vergrößerten sie das Unternehmen um eine Räucherei und eine Salzerei und starteten mit der Veredelung von Schinkenprodukten. Im Jahr 2000 wurde der Schlachtbereich umfassend modernisiert und an die neusten Tierschutzanforderungen angepasst. Heute beliefert die Metzgerei Bayer mit rund 200 Mitarbeitern neben ihren eigenen fünf Filialen Metzgereien, Gastronomie- und Cateringbetriebe, Supermärkte und Großhändler.

Quelle: PM / Foto: Gabriele Bayer /Metzgerei Bayer

Jannic und Ulrich Bayer