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VG Bad Ems-Nassau: Stichwahl am 20. September

Deutlicher Sieg für Oliver Krügel im ersten Wahlgang - zur absoluten Mehrjeit fehlten nur 271 Stimmen

VG Bad Ems-Nassau | 7. September 2026 | (ww). 5.236 Stimmen, 47,5 Prozent und mehr als 1.100 Stimmen Vorsprung: Oliver Krügel hat den ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gestern Abend deutlich für sich entschieden. Die absolute Mehrheit hat er allerding knapp verfehlt – deshalb geht es nun am 20. September in die Stuchwahl mit dem Zweitplatzierten Manuel Minor. „Ich bin unglaublich dankbar für dieses Ergebnis. Mehr als 5.200 Menschen haben mir ihr Vertrauen geschenkt. Bei drei Bewerbern 47,5 Prozent zu erreichen und mit 10,1 Prozentpunkten Vorsprung in die Stichwahl einzuziehen, ist ein großartiger Vertrauensbeweis“, so Krügel. Natürlich hätte er sich gefreut, wenn es bereits im ersten Wahlgang für die absolute Mehrheit gereicht hätte. Dafür haben rein rechnerisch 271 Stimmen gefehlt. Das Ergebnis sei dennoch eine hervorragende Ausgangslage für die kommenden knapp zwei Wochen, so Krügel und ergänzt: „Aber die Wahl ist noch nicht entschieden. Jetzt geht es darum, diesen Rückenwind mitzunehmen und noch einmal gemeinsam alles zu geben.“

Gleichzeitig sprach Krügel seinen beiden Mitbewerbern Respekt und Anerkennung für den zurückliegenden Wahlkampf aus. „Ich gratuliere Herrn Minor zum Einzug in die Stichwahl und zu einem engagierten und fairen Wahlkampf. Auch Lino Schmidt danke ich für einen fairen Wahlkampf. Bei allen politischen und inhaltlichen Unterschieden haben wir in den vergangenen Monaten um das Vertrauen der Menschen geworben. Dafür gebührt beiden Mitbewerbern mein Respekt.“

 

Starker Rückhalt in vielen Städten und Ortsgemeinden

Besonders freut Krügel die große Breite seines Ergebnisses. Sein Vorsprung beruht nicht auf einzelnen Orten, sondern auf starkem Zuspruch aus ganz unterschiedlichen Teilen der Verbandsgemeinde.

Krügel erreichte in zehn der 26 Gemeinden und zwei Städte die absolute Mehrheit, also – teilweise deutlich mehr! – als die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Minor gelang dies nur einmal – in Misselberg, wo aber die insgesamt 66 Wahlberechtugten nicht so sehr ins Gewicht fallen. Alle größeren Gemeinden und die Stadt Bad Ems entschied Krügel für sich. In Hömberg erreichten Krügel und Minor bei gleicher Stimmenanzahl jeweils 41 Prozent. An den AFD Kandidaten ging keine Gemeinde.

Besonders bemerkenswert, so Krügel, die Ergebnisse in Arzbach und Singhofen, den beiden größten Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde, wo er die meisten Stimmen für sich verbuchen konnte. Das war im Vorfeld der Wahl keineswegs klar, beide Orte hatten bislang bei anfderen Wahlen eher eine „rote Mehrheit“. Gleichzeitig zeigen aber die Ergebnisse in Bad Ems sowie in zahlreichen kleineren und mittleren Ortsgemeinden, wie breit sein Rückhalt innerhalb der gesamten Verbandsgemeinde ist. „Genau diese Breite des Ergebnisses bedeutet mir sehr viel. In sehr vielen unserer Städte und Ortsgemeinden durfte ich vorne liegen. Von Bad Ems über Arzbach und Singhofen bis zu vielen kleineren Gemeinden haben mir die Menschen ihr Vertrauen ausgesprochen. Dafür bin ich außerordentlich dankbar.“

Besonders bemerkenswert aus Krügels Sicht: das Ergebnis in Nassau. Dort erreichte er Platz 2 und lag lediglich 113 Stimmen hinter dem Nassauer Bewerber Manuel Minor. Für Krügel zeigt das Resultat auch, dass die alten Grenzen zwischen Bad Ems und Nassau für viele Wählerinnen und Wähler längst nicht mehr entscheidend sind. „Mir geht es auch nicht um einzelne Orte oder alte Grenzen. Ich möchte Bürgermeister für alle 28 Städte und Gemeinden sein. Jede Gemeinde ist wichtig und jede Gemeinde kann sich darauf verlassen, dass ich ihre Anliegen ernst nehmen und mich mit voller Kraft für unsere gemeinsame Verbandsgemeinde einsetzen werde“, betont Krügel.

Jetzt zählt der 20. September

Mit 5.236 Stimmen und 47,5 Prozent geht Krügel als Erstplatzierter in die Stichwahl. Sein Vorsprung auf Manuel Minor aus dem ersten Wahlgang: 1.114 Stimmen beziehungsweise 10,1 Prozentpunkte. Für Krügel eine hervorragende Ausgangslage – aber ausdrücklich kein Grund, sich zurückzulehnen. „Die erste Runde ist geschafft. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Ich werde in den kommenden knapp zwei Wochen noch einmal intensiv in unserer Verbandsgemeinde unterwegs sein, viele Haustüren besuchen, an Wahlständen präsent sein und vor allem das persönliche Gespräch suchen.“ Dabei richtet Krügel seinen Appell nicht nur an die 5.236 Wählerinnen und Wähler, die ihm bereits im ersten Wahlgang ihre Stimme gegeben haben: „Wenn alle, die mir bereits ihr Vertrauen geschenkt haben, noch einmal wählen gehen und es uns gelingt, weitere Menschen zu überzeugen, können wir gemeinsam den letzten Schritt gehen. Ich bin bereit, Verantwortung für unsere Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau zu übernehmen und meine Erfahrung, meine Energie und meine ganze Leidenschaft für unsere Heimat einzubringen. Dafür bitte ich am 20. September erneut um Ihr Vertrauen. bitte gehen sie am 20. September noch einmal wählen, jede Stimme zählt!“

Wer wird der Nachfolger von Uwe Bruchhäuser (Mitte)? Den ersten Wahlgang entschied Oliver Krügel (links) deutlich für sich. Am 20. September geht es in die Stichwahl gegen Manuel Minor (rechts).