Region | 16. September 2026 | (lw). Was 2014 mit einer Facebook-Seite im Westerwald begann, hat sich über fast zwölf Jahre zu einem kreisübergreifenden Community- und Mediennetzwerk entwickelt. Heute verbindet Spot It Menschen über Facebook, Instagram, WhatsApp, Gruppen, Communities und eigene digitale Angebote.
Am 19. Oktober 2014 startete Marcel Schäfer die damalige Seite „Spotted Westerwald“.
Ursprünglich stand das klassische „Suchen und Finden“ im Mittelpunkt. Doch schnell zeigte sich, dass die Menschen in der Region das Netzwerk für weit mehr nutzten.
Aus einzelnen Suchanfragen wurden Empfehlungen, Nachbarschaftshilfe, Jobsuche, Wohnungssuche, Tiermeldungen und zahlreiche Alltagsthemen.
„Das Entscheidende war irgendwann nicht mehr nur das Suchen und Finden. Es ging immer stärker darum, Menschen mit einem konkreten Anliegen mit denjenigen zusammenzubringen, die helfen können“, sagt Schäfer.
Mensch hilft Mensch – Mensch hilft Tier
Dieses Prinzip zieht sich bis heute durch die unterschiedlichen Spot-It-Strukturen.
Menschen unterstützen andere Menschen bei alltäglichen Problemen, geben Empfehlungen oder vermitteln Kontakte. Gleichzeitig spielen auch Tiermeldungen eine wichtige Rolle: Vermisste und gefundene Tiere werden über eigene Gruppen und Kanäle regional verbreitet.
Hinzu kommen Warn- und Informationsangebote für besondere Lagen.
„Im Grunde ist der Gedanke sehr simpel: Mensch hilft Mensch, Mensch hilft Tier – und Menschen informieren andere Menschen über Dinge, die in ihrer Region wichtig sind.“
Millionen Aufrufe mit klassischen Communitythemen
Spot It Westerwald zählt aktuell 22.798 Facebook-Follower und 9.503 Instagram-Follower.
Seit Jahresbeginn 2026 verzeichnete die Facebook-Seite rund 22,5 Millionen Aufrufe, mehr als 547.000 Betrachter und knapp 37.000 Content-Interaktionen.
Besonders auffällig: Den größten Teil der Reichweite erzeugen nicht aufwendig produzierte Werbevideos, sondern klassische Communitybeiträge.
Textbasierte Inhalte kamen seit Jahresbeginn auf rund 19,6 Millionen Aufrufe.
Ein Hilfegesuch für eine Person nach einer Schulteroperation erreichte beispielsweise 118.980 Aufrufe. Die Suche nach einer Beratungsstelle in einer persönlichen Lebenskrise kam auf 118.636 Aufrufe.
„Das zeigt sehr deutlich, warum die Community funktioniert. Hinter diesen Beiträgen stehen reale Menschen mit realen Anliegen“, so Schäfer.
Zusammenarbeit mit 56aktuell
Ein fester Bestandteil des regionalen Netzwerks ist auch die Zusammenarbeit mit 56aktuell.
Beide Plattformen bleiben eigenständig und unterstützen sich seit Jahren gegenseitig redaktionell und administrativ – insbesondere bei relevanten regionalen Informationen, Communitythemen und deren Verbreitung.
Gleichzeitig erhalten passende redaktionelle Inhalte von 56aktuell zusätzliche Sichtbarkeit über die gewachsenen Spot-It-Strukturen.
„Willi und ich arbeiten seit Jahren sehr unkompliziert zusammen. Jeder hat seine eigenen Plattformen und seine eigenen Stärken. Wenn Informationen für die Region wichtig sind, ergibt es keinen Sinn, künstlich Grenzen zwischen den Netzwerken zu ziehen“, erklärt Schäfer.
Gerade bei regionalen Informationen oder Warnlagen ergänzen sich redaktionelle Berichterstattung und Communityreichweite.
Die Community lebt teilweise längst selbstständig
Dass aus einer Onlineplattform eine tatsächliche Community entstanden ist, zeigt sich auch außerhalb der sozialen Netzwerke.
Ein Teil der Nutzer organisiert beispielsweise eigenständig einen monatlichen Stammtisch mit regelmäßig etwa fünf bis zwölf Teilnehmenden.
Schäfer selbst organisiert diesen nicht.
„Genau das ist für mich Community. Wenn Menschen sich über Spot It kennenlernen und daraus selbst neue Kontakte oder Treffen entstehen, dann funktioniert das Konzept.“
Aus dem Communityprojekt entsteht spot it media
Im April 2024 gründete Schäfer schließlich das Unternehmen spot it media.
Damit wurde ein Teil der fast zehnjährigen Erfahrung mit regionalen Communities, Social Media und digitaler Kommunikation professionalisiert.
Heute betreibt das Unternehmen eigene Medien- und Communityangebote und bietet gleichzeitig Dienstleistungen rund um Social Media, Marketing und Content an.
Inzwischen arbeitet Schäfer mit drei Minijobberinnen zusammen.
Parallel entstehen weitere digitale Angebote und Webtools, die bestehende Communitystrukturen ergänzen sollen.
„Wir haben nicht erst ein Unternehmen gegründet und anschließend versucht, Reichweite aufzubauen. Es war genau andersherum: Erst kam die Community. Viele Jahre später entstand daraus das Unternehmen.“
Der Grundgedanke bleibt dabei derselbe wie 2014:
Menschen in einer Region miteinander verbinden – möglichst einfach, direkt und mit echtem Nutzwert.
Pressekontakt
Marcel Schäfer
spot it media
marcel@spotitmedia.de
www.spotitmedia.de
Quellen: PM spot it media/Beitragsbild: Dintelmann.net

