Mülheim-Kärlich | 6. Mai 2026 | (ww). Bei Baggerarbeiten wurde heute Vormittag kurz nach 10.30 Uhr eine Gasleitung auf einer Straßenkreuzung mitten in Mülheim-Kärlich beschädigt. Unmittelbar neben dem „Alten Brauhaus“ riss die Baggerschaufel eine so genannte „Blase“ ab, es kam zu einem massiven Gasaustritt aus der 160 mm starken Hauptleitung. Um 10.37 Uhr wurden mehrere Einheiten der Feuerwehr alarmiert, der Gasaustritt bestätigte sich vor Ort hörbar, er war nach Angaben der Einsatzkräfte auch mit dem typischen Geruch wahrnehmbar.
Sofort wurde ein 50 Meter umfassender Radius um die Austrittsstelle evakuiert. Dies betraf aufgrund der Kreuzungslage vier Straßen (Kapellenstraße , Hintere Ringstraße, Koblenzer Straße und Bachstraße) und ungefähr 50 Haushalte. Dazu wurden die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Betreuung (B) und Verpflegung (V) des DRK des Landkreises Mayen-Koblenz alarmiert. Zusätzliche Krankenwagen wurden für fünf zu Evakuierende angefordert, die liegend transportiert werden mussten. Die Evakuierten kamen in der nahegelegenen Rheinland-Halle unter, nicht alle zu Evakuierenden nahmen das Angebot in Anspruch. Die Betreuung inklusive Verpflegung wurde aufgebaut, da zunächst von einer Gasnachströmzeit von drei bis vier Stunden ausgegangen wurde. Gegen 13 Uhr war das Leck in der Gasleitung jedoch schon wieder verschlossen. Die Evakuierten konnten die Rheinland-Halle wieder verlassen und die mehr als 75 Helfer konnten sich auch nach dem Einsatz verdienterweise noch eine warme Suppe schmecken lassen.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Mülheim-Kärlich und Weißenthurm sowie der Umweltzug Weißenthurm, der Regelrettungsdienst und zusätzlich die SEGn Verpflegung und Betreuung des Landkreises Mayen-Koblenz mit OrgLeiter und Leitendem Notarzt. Insgesamt waren 50 Kräfte der Feuerwehr und 25 weitere „von der weißen Schiene“ im Einsatz. Das Fazit von Arnd Lenarz, Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm „Alles ist gut gelaufen, der Eisnatzablauf war sauber strukturiert, ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit in der Blaulichtfamilie, es hat alles sehr gut funktioniert. Letztendlich war das auch eine gute Übung unter echten Einsatzbedingungen. Allerdings muss man sagen: da hätte heute das sprichwörtliche Streichholz ausgereicht, um es in eine ganz andere Richtung zu drehen“. Fotos: 56 aktuell und Detlef Schneider / Feuerwehr VG Weißenthurm
















