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    Deutschland | 11. Juli 2022 | (cm). Die Flutkatastrophe und die Corona-Pandemie haben dem Technischen Hilfswerk 2021 das einsatzstärkste Jahr in dessen Geschichte beschert. Das geht aus dem Jahresbericht des THW hervor, den Bundesinnenministerin Nancy Faeser zusammen mit THW-Präsident Gerd Friedsam vorgestellt hat. Demnach leisteten die Helfer im In- und Ausland auf 3,7 Millionen Einsatzstunden. Das waren dreimal so viele Stunden wie 2020. Rund 2,6 Millionen Stunden davon entfielen auf den Starkregen-Einsatz im Juli 2021 und die Aufräumarbeiten, hieß es. Über Wochen und Monate hinweg räumten rund 17.000 THW-Einsatzkräfte aus allen 668 Ortsverbänden Trümmer von den Straßen, pumpten Keller leer oder errichteten neue Brücken. 400.000 weitere Stunden gehen auf das Konto der Corona-Pandemie. Dort unterstützten die Helfer im Bereich der Logistik die Länder und Kommunen, in dem sie beispielsweise Impfzentren aufbauten oder medizinisches Material transportierten.

    Bild: THW/Michael Matthes

    Aber nicht nur das Einsatzaufkommen ist gestiegen – das THW konnte einen Zuwachs bei den Ehrenamtlichen verzeichnen. Die Zahl der neuen Helfer hat sich den Angaben zufolge im Vergleich zu 2020 verdoppelt. Das THW begrüßte im vergangengen Jahr demnach bundesweit 9.000 neue Helfer. Insgesamt stieg die Zahl der ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte damit auf mehr als 83.000.

     

    Und noch eine gute Nachricht gab es: auch das THW-Budget stieg spürbar an. Mit 617 Millionen Euro standen dem Bericht zufolge rund 109 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Davon wurden 83 Millionen Euro in den Fuhrpark investiert. Somit konnten sich bundesweit knapp 500 Ortsverbände über 918 neue Einsatzfahrzeuge freuen.

     

     Ich bedanke mich bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen THW-Angehörigen, ihren Familien, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern für die herausragenden Leistungen zum Schutz unserer Bevölkerung und unseres Gemeinwesens. Das Jahr 2021 war geprägt von einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Für das THW war der Einsatz in der Flutkatastrophe der bislang größte Einsatz in seiner Geschichte. Über Wochen und Monate hinweg standen ehrenamtliche

    Bild: THW/Yann Walsdorf

    Helfer der Bevölkerung vor Ort zur Seite und leisteten technische, aber vor allem auch menschliche, solidarische Unterstützung. Das THW erfährt für seine Arbeit höchste Wertschätzung in der Bevölkerung. Dies sehen wir auch an der Verdoppelung der Zahl neuer Helfer im Vergleich zu 2020. Das ist ein großartiges Zeichen für die Stärke des Ehrenamts und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Bundesinnenministerin Nancy Faeser

    THW-Präsident Gerd Friedsam fügte noch hinzu, dass die Bereitschaft zu Helfen mehr und mehr Menschen erfasse. Diese positive Entwicklung zeige, dass man gute Rahmenbedingungen für ein ehrenamtliches Engagement geschaffen habe und die Attraktivität des Ehrenamtes im THW steige. Daran soll auch in Zukunft gearbeitet werden, um den positiven Trend beizubehalten.

    Bild: THW

    Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das THW unterstützt mit seinem Fachwissen Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

     

    Quelle: PM Bundesministerium des Innern und für Heimat

    Foto: THW/Lukas Hannig

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