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THW Einsatz in Venezuela: Helfer sind jetzt vor Ort

Koblenz / Lahnstein /Venezuela | 27. Juni 2026 | (ww). Am Mittwochnachmittag haben zwei der schwersten Beben in der Geschichte des Landes Venezuela erschüttert. Die Folgen: massive Schäden am Stromnetz und der Wasserversorgung, Häuser sind eingestürzt. Befürchtet werden tausende Tote. Der nationale Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Damit das THW Hilfe aus Deutschland schicken kann, musste zuerst ein offizielles internationales Hilfeersuchen vorliegen. 

Obwohl das am Donnerstagvormittag noch nicht der Fall war, haben da bereits die Vorbereitungen für einen Einsatz der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) begonnen. Das 48-köpfige Spezialisten-Team und die benötigt Ausrüstung wurden in Köln Porz zusammengezogen. Darunter auch Stephan Heinz mit seinem belgischen Schäferhund-Rüden Zippo vom THW Lahnstein und Pascal Schreiner vom THW Koblenz (wir berichteten).

Die SEEBA ist auf die Suche und Rettung von Personen nach schweren Erdbeben in städtischen Gebieten spezialisiert. Vor Ort ist die Einheit autark und kann sich bis zu zehn Tage eigenständig versorgen. Gestern Vormittag war das Hilfeersuchen eingegangen und die THWler sowie 15 Tonnen Ausrüstung wurden für den Abflug am Freitagnachmittag nach Wunstorf (Niedersachsen) verlegt, von wo aus sie mit drei A400M-Transportflugzeugen des Lufttransportgeschwaders 62 der Bundeswehr am Freitagmittag nach Venezuela starteten. Heute früh um 5 Uhr (nach unserer Zeit) in Caracas eingetroffen und hat sofort mit der Erkundung für den Einsatz begonnen. Mit den insgesamt vier Hundeführern mit ihren Suchhunden sollen sie dabei unterstützen Überlebende in den Trümmern aufzuspüren und zu retten. Dabei „tickt die Uhr“, die Rettung Verschütteter soll natürlich möglichst schnell erfolgen. Aus Erfahrung mit internationalen Einsätzen wissen die Experten aber, dass bis zu einhundert Stunden nach dem Verschütten Rettungen möglich sind.

Das Bild oben zeigt die SEEBA beim THW in Köln-Porz. Die drei THWler aus Lahnstein und Koblenz sind namentlich markiert. Unten: weitere Bilder vom Sammeln in Köln, Abflug und Ankunft in Caracas. Alle Medien: THW