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Region | 17. März 2026 | (ww). 670 Handwerker aus 24 Berufen und 12 Herkunftsländern standen bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Mittelpunkt der großen Meisterfeier mit 1.400 Gästen. In der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle wurden die Meisterbriefe übergeben. Auf dem Weg dahin investierten die Absolventen viel Fleiß, Energie und Engagement, „nun können Sie die Früchte dieser Anstrengungen ernten“, gratulierte HwK-Präsident Kurt Krautscheid zum Titel.
In seiner Begrüßung ging der Kammerpräsident auf die „Anatomie“ des jüngsten Meisterjahrgangs ein, beglückwünschte dabei insbesondere die 119 Meisterinnen. „Handwerk ist eben auch Frauensache und wir freuen uns, dass fast 20 Prozent unserer Meisterbriefe in Frauenhände gehen.“ Ganz in diesem Sinne wurde auch das allerbeste der 670 Prüfungsergebnisse durch eine Handwerkerin erreicht: Edelsteinschleifer- und Graveurmeisterin Aline Stanek aus Nohfelden im Saarland ist die Nummer eins! Und auch das zweitbeste Ergebnis erreichte mit der Dortmunder Konditormeisterin Emilia Maßling eine Frau.
Mit Blick auf die 12 Herkunftsländer sprach Krautscheid von einer „durchaus internationalen Angelegenheit. Viele von Ihnen leben erst seit 10, 12 oder 15 Jahren in Deutschland. Doch schaut man sich Ihre Biografien an, muss man voller Respekt sagen: Sie haben etwas daraus gemacht und diese Zeit gut genutzt!“ Beispielhaft wurde Friseurmeister Sharvan Hamiko herausgestellt, der 2014 als 16-Jähriger aus Syrien geflüchtet war und ohne Sprachkenntnisse in Deutschland bei Null begann. „Heute sind Sie stolzer Handwerksmeister und führen als Selbstständiger bereits zwei Salons in Koblenz.“




