L335/Braubach-Dachsenhausen | 17. Dezember 2025 | (ww). Die Bauarbeiten auf der Landesstraße 335 (L 335) werden am Freitagabend, dem 19. Dezember, abgeschlossen, teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) heute mit. Im dritten Bauabschnitt der Strecke zwischen Braubach und Dachsenhausen wurde seit Juli 2024 gebaut. Zunächst sollten die Arbeiten nach 13 Monaten im August dieses Jahres fertiggestellt sein, die nötigen Erdarbeiten stellten sich aufgrund der vorgefundenen Bedingungen aber doch komplizierter und aufwändiger als zunächst angenommen dar. Die Fertigstellung wurde dann zunächst in den Oktober verschoben, musste schließlich aber auf das Jahresende verschoben werden. Seit geraumer Zeit stand nun der 19. Dezember für das Ende der Baummaßnahme fest. Die Pressemeldungen mit den früheren Fertigstellungsterminen sind auf der LBM-Seite – wie üblich – leider nicht mehr zugänglich. der aktuellen Mitteilung fehlen allerdings auch Uhrzeit und Datum der Freigabe für den Verkehr – wörtlich heißt es lediglich wie bereits im ersten Satz angegeben: „Die Bauarbeiten werden am Freitagabend, dem 19. Dezember, abgeschlossen.„
Die Baumaßnahme schließt jedenfalls dann eine Lücke auf einer Länge von knapp 2,7 Kilometern zwischen den beiden bereits fertiggestellten Abschnitten. Bereits vor elf Jahren wurde die L 335 auf einer Länge von knapp 1,1 km bei Dachsenhausen ausgebaut, zwischen 2021 und 2022 folgte der zweite Bauabschnitt bei Braubach auf einer Länge von 1,7 km.
Zur Optimierung der Linienführung sind umfangreiche Fels- und Erdarbeiten auf der Strecke erfolgt. Diese Optimierung war nach zahlreichen schweren, auch tödlichen Unfällen auf der Strecke immer wieder gefordert worden. Vor allem im dritten und letzten Bauabschnitt gestaltete sich diese Erdarbeiten komplizierter und aufwändiger als angenommen und geplant. Vor allem die bergseitigen Arbeiten am vorhandenen Fels waren sehr aufwändig. Die Festigkeit der Böschungen schwankte dabei stark, sodass die durch geologische Begutachtung festgelegten Neigungen aus der Planung angepasst werden mussten. Bereiche mit lockerem Gestein mussten dafür nachgearbeitet werden. In anderen Abschnitten war der Fels so hart, dass der Abtrag nicht so schnell wie erwartet vonstatten ging. Für die geplante nachhaltige Beseitigung vorhandener Schäden der bestehenden Fahrbahn entlang der Talseite, wurde abgetragener Fels aus den Kurvenverbesserungen zur Stabilisierung mit Kalk und Zement durchmischt und als Untergrundverbesserung eingebaut. Weiterhin wurden Gabionenwände mit bis zu 4m Höhe mit Rückverankerung zur Minimierung des Eingriffs in vorhandene Biotopflächen hergestellt. Die Bankette und Schutzplanken wurden inzwischen hergestellt und Fahrbahnmarkierungen aufgetragen. Bis Freitagabend laufen nun noch Restarbeiten.
Die Verbandsgemeindewerke (VGW) Loreley haben zudem einen Schmutzwasserkanal für den Anschluss von Dachsenhausen an die Gruppenkläranlage Lahnstein-Braubach im Zuge der Gemeinschaftsmaßnahme mit dem LBM herstellen lassen. Das Land Rheinland-Pfalz investiert in den Lückenschluss rund 4,7 Mio. Euro. Die VG-Werke Loreley investierten im Zuge der Gemeinschaftsmaßnahme rund 1,2 Mio. Euro. Der LBM Diez und die VGW Loreley bedanken sich für das aufgebrachte Verständnis wegen der Behinderungen im Verkehrsablauf und wünschen eine schöne Weihnachtszeit.
Quelle: PM´n LBM / eigene Recherche
Unsere Bilder (auch das Beitragsbild) entstanden am 3.Juli, also knapp einen Monat vor der ursrünglich geplanten Fertigstellung und zeigen die umfangreichen Erdarbeiten.







