Home Blaulicht PKW-Transporter überschlägt sich – A61 Richtung Norden für fünfeinhalb Stunden gesperrt

PKW-Transporter überschlägt sich – A61 Richtung Norden für fünfeinhalb Stunden gesperrt

A61 / zw. AS Emmelshausen und Boppard | 9. Mai.2026 | (ww). Heute Nachmittag gegen 13.30 Uhr kam es zu einem schweren Unfall auf der A61 in Fahrtrichtung Norden. Zwischen den Anschluss-Stellen Emmelshausen und Boppard / Buchholz geriet ein mit drei Autos beladenes Transporter-Gespann während eines Überholvorgangs ins Schleudern und überschlug sich mehrfach. Dabei landete eines der Fahrzeuge auf der Seite liegend im Grünstreifen zwischen den jeweils linken Leitplanken der beiden Richtungsfahrbahnen, der Transporter selbst lag quer auf der rechten Fahrspur. Der mit zwei Autos beladene Anhänger wurde abgerissen und kam etwa 50 Meter hinter dem Transporter ebenfalls auf der Seite auf dem Standstreifen und der rechten Fahrspur zum Liegen. Die beiden Autos waren dabei so gut verzurrt, dass sie sich auch trotz der Überschläge nicht vom Hänger lösten.

„In der Alarmierung war noch von einer eingeklemmten Person nach einem Unfall die Rede, beide Personen waren aber nicht eingeklemmt und bei unserem Eintreffen schon aus dem Fahrzeug. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben und in den Schockraum eines Koblenzer Krankenhauses gebracht“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr, Torsten Weißhaupt, gleichzeitig stellv. Wehrleiter der VG Hunsrück-Mittelrhein.

Hinter der Unfallstelle und dem großräumigen Trümmerfeld mit insgesamt vier Fahrzeugwracks kam es zum kilometerlangen Rückstau bis zur Anschluss-Stelle Emmelshausen. Zunächst konzentrierten sich Feuerwehr und der hinzugerufene Abschleppdienst auf die Bergung des Fahrzeugs vom „Mittelgrün“, damit anschließend die im Rückstau Stehenden ihre zumeist in praller Sonne verbrachte, gut zweieinhalbstündige Zwangspause beenden konnten. Als gegen 16 Uhr nach der abrückenden Feuerwehr der erste LKW die Unfallstelle passieren konnte, wurde dies in der Schlange der Wartenden mit Applaus belohnt.

Nachdem alle Fahrzeuge aus dem Rückstau die Unfallstelle passiert hatten konnten erst die weiteren Bergungs- bzw. Aufräumarbeiten beginnen. Aus Richtung Süden blieb die A61 bis zum kompletten Abschluss der Arbeiten gesperrt, der Verkehr wurde über die Hunsrückhöhenstraße abgeleitet, wo entsprechend zähflüssiger und oft stockender Verkehr in Richtung Norden herrschte. Einsatzleiter Torsten Weißhaupt schätzte die dafür benötigte weitere Zeit auf „gute drei Stunden“ ein, womit er letztlich eine Punktlandungs-Schätzung abgab: um 19.11 Uhr kam die Verkehrsfunkmeldung über die geräumte Unfallstelle.

Ein Wermutstropfen bleibt aber definitiv: „Heute herrschte einmal mehr eine sehr schlechte Rettungsgassendisziplin. Die ersten Fahrzeuge hatten erhebliche Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu kommen“, macht Torsten Weißhaupt auf ein riesiges Problem aufmerksam. Auf dem letzten Kilometer bis zur Unfallstelle sah die Rettungsgasse eigentlich wie gewünscht aus: „Das war aber nachdem wir mit den Einsatzfahrzeugen durch waren. Bis dahin war es verheerend“, verrät Weißhaupt.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Emmelshausen und Pfalzfeld, der Rettungsdienst, die Polizei, ein Abschleppunternehmen und die Autobahn-Meisterei.