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    Mayen | 29. Juni 2022 | (cm). Der Eichenprozessionsspinner wird auch in diesem Jahr wieder für Schlagzeilen sorgen. Die Stadt Mayen probiert deshalb aktuell eine neue Methode im Kampf gegen die gefährliche Raupe – und das ohne Gift. Die Rede ist von natürlichen Fressfeinden. Ein Versuch in den Niederlanden habe bereits Erfolge gezeigt, teilte die Stadt mit. Zwar hätten die durch ihre Brennhaare wehrhaften älteren Raupen nur wenige natürliche Feinde.  Die jungen Raupen jedoch würden von Meisen und anderen Vögeln, von Florfliegenlarven oder verschiedenen Käfern gefressen sowie von Schlupfwespen, Brackwespen und Raupenfliegen parasitiert. Die erwachsenen Nachtfalter sind demnach im Spätsommer eine leichte Beute für Fledermäuse. Mit Nistkästen für Meisen könne man einen der wichtigsten natürlichen Feinde unterstützen, heißt es. Meisen können an einem Tag mehrere 100 Raupen an ihre Jungen verfüttern. Auch Rotkehlchen, Heckenbraunellen und weitere Singvögel, die vor allem in Sträuchern und Gebüsch nisten, fressen die jungen Raupen. Diese Vögel kann man durch Pflanzen von heimischen Gehölzen und das Anlegen von dichtem Strauchwuchs unterstützen.

    Die Stadt Mayen hat deshalb in diesem Jahr bereits 20 weitere Meisenkästen besorgt, womit schon Erfolge erzielt werden  und so bisher Vorfälle von einem Befall vorgebeugt werden konnten.

     

    Informationen rund um den Eichenprozessionsspinner haben wir euch hier zusammengefasst.

     

    Quelle: PM Stadt Mayen

    Fotos: Stefan Kobs/ Stadt Mayen

     

     

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