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    Koblenz (ms). Überall in der Region sorgen Busstreiks derzeit für genervte Pendler und Eltern, denen die eigentlich wichtigen Verbindungen zur Arbeit oder zum Schulunterricht der Kinder wegbrechen. Die Corona-Pandemie hat die Finanzierung des ÖPNVs enorm erschwert – ausbleibende Fahrgastzahlen und finanzielle Schwierigkeiten bei den Kommunen und der Landesregierung, welche letztlich für die Finanzierung zuständig sind, gestalten die Lage derzeit sehr angespannt. Das führte Vielerorts zu Sparmaßnahmen und Entlassungen in der Belegschaft. An diesem Punkt setzt die Gewerkschaft ver.di an, will die Beschäftigten besser schützen und in den schwierigen Zeiten für finanzielle Entlastung durch neue Tarifverträge sorgen. Groß angelegte Streiks sind die Folge, die derzeit überall in der Region für Irritation sorgen. In einer Pressemitteilung der Stadt Koblenz heißt es, dass ungefähr die Hälfte aller Busse wegen der Streiks ausfallen muss. Dabei nimmt Koblenz und die koveb durch die Rekommunalisierung eigentlich eine Sonderrolle ein. Dadurch, dass der ÖPNV in Koblenz der Stadt gehört, können hier normalerweise Arbeitsplätze dauerhaft gesichert und diese auch übertariflich bezahlt werden. Auch werden aktuelle ver.di Forderungen nach durchbezahlten Diensten bereits seit vielen Jahren umgesetzt. Dennoch wird auch die koveb bestreikt. Dieses Vorgehen bezeichnete die koveb-Geschäftsführung jüngst als “unanständig und maßlos”. Und das größte Problem daran ist: der Streik könnte noch bis zum 06. Februar weitergehen. Die koveb hat mittlerweile einen Notfahrplan umgesetzt. Dieser soll zunächst vom 21. bis zum 24. Januar gelten und mit dem noch verbliebenen Personal so viele Fahrten anbieten, wie es nur geht. Unter Strich steht dennoch, dass derzeit nur rund 50 Prozent aller Fahrten angeboten werden können. Teilweise müssen manche Linien sogar komplett entfallen. Das wichtigste zum Streik in Koblenz auf einen Blick:  

    • Folgende Linien werden gefahren: 2, 3/13, 5, 6, 8, 9; E-Wagen und Schülerverkehr  
    • Folgende Linien werden temporär eingestellt: 12, 4/14, 15, 16, 7, 19, 10, 26, 27, 29  
    • Die Sonderwagen für den Schülerverkehr können eingesetzt werden. Die pandemiebedingte Einstellung der Nachtbuslinien (nach 24 Uhr) bleibt bestehen 

    Wie lang der Streik in Koblenz im Endeffekt dauern wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Durchaus möglich also, dass auch der Notfallfahrplan noch einmal verlängert werden muss. Aktuelle Informationen zum Streik und den Verbindungen finden sich auf der Website der koveb. Über die aktuelle Lage bei anderen Verkehrsunternehmen (Regionallinien), die ebenfalls bestreikt werden, finden sich alle Informationen auf www.vrminfo.de oder direkt bei den jeweiligen Kreisen bzw. Verkehrsunternehmen.  

    Symbolbild – Pixabay

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