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    Lahntal/Mittelrhein | 11. März 2023 | (ms). Bereits Ende Januar gab es ein Treffen mit Vertretern und Vertreterinnen des Landesbetriebs Mobilität (LBM), der Stadt Koblenz, der Verbandsgemeinde (VG) Rhein-Mosel, der Stadt Lahnstein, der Stadt Boppard sowie der VG Bad Ems-Nassau mit einem beauftragten Fachbüro, welches eine Machbarkeitsstudie zu einer Pendler-Radroute anfertigen soll. Ziel der Studie ist es die am besten geeignetste Strecke für Radpendler in den Korridoren zwischen Koblenz und Boppard/ Bad Salzig (linke Rheinseite) und zwischen Koblenz und Bad Ems (Lahntal) ausfindig zu machen. Sie soll direkt, weitestgehend störungsarm, sicher und frei von Umwegen sein. Insgesamt wird dabei ein Streckenumfang von circa 46 Kilometern untersucht und weitere lokale Anbindungen (zum Beispiel ins Moseltal oder nach Oberlahnstein) in den Blick genommen.  

    Wichtig zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass es an beiden Strecken bereits vorhandene Radwege gibt, die jedoch noch recht steifmütterlich genutzt werden. An vielen Stellen eignen sich die Radwege vielleicht noch nicht für einen reibungslosen Weg zur Arbeit. Zu viele Hindernisse oder unsichere Stellen auf dem Weg sorgen dafür, dass die bestehenden Wege noch keine wahre Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto sind – die Studie als solche erfüllt also durchaus einen höheren Sinn.

    Diese detaillierte Machbarkeitsstudie bildet im ersten Schritt die Grundlage zur späteren Realisierung des attraktiven Mobilitätsangebotes – einem sicheren, schnellen und komfortablen Radweg zwischen den genannten Städten, für den man das Auto auch schon einmal stehen lässt. Langfristig soll hierdurch eine qualitative Stärkung des Alltagsradverkehrs sowie eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs entstehen. Bereits im Dezember des letzten Jahres hatte man hierfür eine Kooperationsvereinbarung (KV I) zwischen dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium und den genannten Projektpartnern getroffen. Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt, wie bei anderen Pendler-Radrouten auch, insgesamt 80% der Kosten der Machbarkeitsstudie als Interessenanteil. Die restlichen 20% der Kosten teilen sich die beteiligten Kommunen zu gleichen Teilen auf. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie als Grundlage für die weitere Planung wird in etwa eineinhalb Jahren erwartet – anschließend können weitere Detailplanungen erfolgen, bevor mit der Realisierung des Projektes begonnen werden kann. Diese setzt auch zukünftig eine gebietsübergreifende Kooperation aller Projektpartner voraus. 

    Quelle: Stadt Koblenz  

     Foto: Stadt Koblenz/ Ralph Emmerich 

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