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    Koblenz | 9. Januar 2024 | (ww). Das Polizeipräsidium Koblenz zieht eine positive Bilanz zum Demomontag im Zuständigkeitsbereich. Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz wurden über 30 Veranstaltungen und Aufzüge bei den örtlichen Versammlungsbehörden angemeldet und durchgeführt.

    Bereits in den frühen Morgenstunden kam es wie angekündigt zu Blockaden der meisten Autobahnzufahrten im nördlichen Rheinland-Pfalz. Gleichermaßen waren aber auch sowohl Bundes- als auch Landstraßen von Blockadeaktionen betroffen. Wie im Vorfeld mit den Veranstaltern abgesprochen, waren die Blockaden zeitlich begrenzt, sodass die Behinderung des Berufsverkehrs reduziert werden konnte, die Teilnehmer aber ihr Versammlungs- und Demonstrationsrecht ausüben konnten.

    Nach diversen Kundgebungen in den Bereichen Mayen, Montabaur und Neuwied verlagerte sich ein Teil der Demonstrationsteilnehmer in den Bereich Koblenz, um an einer dort stattfindenden Kundgebung  am Kurfürstlichen Schloss teilzunehmen, ein großer Teil des Autobahnkonvois setzte die Fahrt aber bis Mainz fort, um dort an einer Abschlusskundgebung teilzunehmen. Teilweise verließen Teilnehmer den Konvoi aber auch bereits vorher, um die individuelle Heimreise anzutreten.

    Über die Gesamtanzahl der Versammlungsteilnehmer bzw. der Fahrzeuge kann keine abschließende Aussage getroffen werden, da neben den Konvois, an denen ca. 1000 Fahrzeuge teilnahmen, weitere Aktionen und Kundgebungen an mehreren Orten gleichzeitig stattfanden und in deren Verlauf immer mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinzustießen. An einer Versammlung in Bad Ems nahmen beispielsweise bis zu 250 Landwirte teil, in Bad Neuenahr wurden rund 350 Landwirte gezählt,  auch in Altenkirchen, Neuwied und Montabaur und Limburg gab es solche regionalen Kundgebungen.

    Die Bilanz der Koblenzer Polizei fällt überwiegend positiv aus. Die Veranstaltungsteilnehmer hielten sich weitestgehend an die erteilten Auflagen, spontane und im Vorfeld nicht angemeldete Blockadeaktionen konnten durch gezielte Ansprache zügig aufgelöst werden.

    Vor allem in den frühen Morgenstunden, aber auch insgesamt, fielen die Beeinträchtigungen nicht so massiv aus, wie im Vorfeld erwartet oder befürchtet. In den frühen Morgenstunden lag der Schwerpunkt entlang der A3, wo alle Autobahnzufharten blockiert waren und es dementsprechend auch auf den angrenzenden Landesstraßen und Umleitungsstrecken zu Behinderungen kam. Am Nachmittag kam es rund um die größeren regionalen Kundgebungen zu Beeinträchtigungen oder da, wo die Teilnehmer dann im Konvoi zur Abschlusskundgebung nach Koblenz weiterreisten. Auf der A3 und der A48 kam es hinter dem Konvoi zu bis zu 25 Kilometer langen Staus. Aus eigener Beobachtung über fast 130 Autobahnkilometer mit mehrmaliger Vorbeifahrt am Konvoi kann definitiv bestätigt werden, dass die Auflagen, insbesondere in punkto Rettungsgasse durch die Teilnehmer nahezu vorbildlich erfüllt wurden. Der Einsatz der zahlreichen Polizeibeamten erfolgte nach unseren Wahrnehmungen hochprofessionell, mit einem erstaunlichen Maß an Freundlichkeit und Empathie sowohl für Teilnehmer als auch Betroffene. Erstaunlich viele, eindeutig eine überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer signalisierten mit erhobenen Daumen, Hupkonzerten oder Lichthupen-Blinken ihre Zustimmung zu den Protesten.

    Quelle: Polizeipräsidium Koblenz, übermittelt durch news aktuell und eig.Beobachtungen

     

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