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    Altenahr-Altenburg | 28. Juni 2022 | (ms). Manchmal ist es nicht die viel, was einen enormen Unterschied ausmachen kann, um in bestimmten Situationen eine große Verbesserung zu bewirken. Manchmal sind es bereits zwei Mal 15 Quadratmeter, die ein Leben nachhaltig verändern können. So jüngst geschehen in Altenahr-Altenburg, wo die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUh) einer von der Flut schwer getroffenen Großfamilie ein Doppel Tiny Haus aufgestellt hat. Am 15. Juni wurden die zwei Minihäuser, die zusammen eine Wohneinheit bilden, im Hinterhof ihres alten Hauses aufgestellt. Dieses wurde zunächst durch die Flut und einige Monate später durch einen zusätzlichen Brand stark zerstört. Bereits seit wenigen Tagen nach der Flut engagiert sich der JUH Regionalverband Mittelrhein e.V. mit unterschiedlichen Hilfsprojekten im von der Flutkatastrophe 2021 stark gebeutelten Ahrtal – unter anderem, indem sie betroffenen Familien so genannte Tiny Houses als provisorische Bleibe zur Verfügung stellt. Inzwischen sind es sogar dreizehn an der Zahl. Das 14. Haus ist jetzt ein ganz Besonderes. Wie viele andere Menschen im Ahrtal war die besagte Großfamilie von dem Jahrhunderthochwasser betroffen und verlor über Nacht ihr gesamtes Zuhause. Einzig das ausgebaute Dachgeschoss wurde nicht von den Wassermassen erfasst. Zeitnah wurde mit Aufräum- und Renovierungsarbeiten begonnen und im Rahmen dieser auch die Versorgung des Dachgeschoßes wiederhergestellt. Bereits drei Monate nach der Flut konnte man im oberen Zimmer des Hauses bereits wieder leben. Dann jedoch der Schock: Im April 2022 stand das Dachgeschoss des Hauses aus bislang ungeklärter Ursache in Flammen und brannte vollständig aus. Bei den Löscharbeiten wurden auch die unteren Geschosse ein weiteres Mal beschädigt. Daraufhin entschloss man sich bei der JUH dazu der Familie aus Altenahr-Altenburg ein zusätzliches Mini-Doppelhaus zu organisieren. Vor zwei Wochen konnte Mini-Haus dann schließlich geliefert und im Hinterhof der stark beschädigten Immobilie der Familie aufgestellt werden. Mirko Wagner, der für die Johanniter im Ahrtal tätig ist und unter anderem die Inbetriebnahme der Tiny-Häuser begleitet, sagte, dass es ein besonderes Anliegen war der Großfamilie zu helfen und einen erneuten, zweiten Anlauf im Leben zu ermöglichen – eine Aktion, die dringender hätte kaum sein können.  

    Quelle: PM Johanniter-Unfall-Helfer Regionalverband Mittelrhein e.V. 

    Bild: Mirko Wagner, Johanniter Mittelrhein

     

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