Braubach | 8. April 2026 | (ww). Gestern Nachmittag gegen 17 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Montabaur sowie der Polizei Lahnstein ein metallischer Behälter gemeldet, der in einem Waldstück bei Braubach brenne. Vor Ort fanden die alrmierten Einsatzkräfte einen dosenähnlichen Gegenstand, der zunächst nicht einfach abgelöscht werden konnte. Er entflammte immer wieder und brachte Rauch hervor. Aufgrund der unklaren Lage bestand der Verdacht, dass es sich um ein altes Kampfmittel handelte. Der hinzugezogene Kampfmittelräumdienst bestätigte die Vermutung, dass es sich um eine amerikanische Phosphorhandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, die als Nebelwaffen im Nahkampf eingesetzt wurden. Die Granate konnte ohne Beeinflussung der Umwelt durch den Kampfmittelräumdienst abtransportiert werden. Vermutlich löste die Granate aufgrund ihrer Verwitterung und dem damit verbundenen Sauerstoffkontakt eigenständig aus.
Gemeldet war nach Angaben von Wehrleiter Jörg Preißmann zunächst ein kleiner Flächenbrand. Schnell sei aber als Ursache dafür das Weltkriegsrelikt ausgemacht gewesen. An der Einsatzstelle sei die Granate möglicherweise bei kürzlich erfogten Forstarbeiten freigelegt worden. „Mit der Alarmierung des Kampfmittelräumdienstes wurde auch nochmal die Alarmstufe für die Feuerwehr erhöht, das war aber nur eine Vorsichtsmaßnahme um ein weiteres Löschfahrzeug mit Wasser im Wald zu haben“, so Jörg Preißmann gegenüber 56aktuell.
Quelle: Polizeidirektion Koblenz, übermittelt durch news aktuell und Wehrleitung VG Loreley /Fotos: Feuerwehr VG Loreley



