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    Rheinland-Pfalz | 20. Juli 2022 | (ms). In der vergangenen Woche jährte sich die Flutkatastrophe im Ahrtal, bei der 134 Menschen ums Leben gekommen waren, zum ersten Mal. Das Sturmtief Bernd hat die gesamte Region nachhaltig geprägt und unzählige Schicksale von einem auf den nächsten Tag verändert. Auch das Technische Hilfswerk stieß damals an seine Leistungsgrenzen. In den ersten 24 Stunden nach den heftigen Unwettern waren mehr als 2.500 Einsatzkräfte vor Ort und unterstützten wo es nur ging mit ihrer vielseitigen Expertise. Egal ob Wasser abpumpen, Straßen freiräumen oder Deiche und Häuser sichern – die unvorstellbare Wucht des Wassers forderte den THW-Kräften alles ab. Im Ahrtal, an der Steinbachtalsperre, in Euskirchen und an vielen anderen Orten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern und auch in Sachsen retteten THW- Einsatzkräfte unermüdlich Menschenleben. Gemeinsam mit Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen war das THW im Dauereinsatz, um Menschen aus ihren Häusern oder Autos zu retten und um noch mehr Opfer zu verhindern. Gleichzeitig begrenzten die Ehrenamtlichen weitere Schäden, indem sie Regenrückhaltebecken stärkten, Sandsäcke befüllten und verbauten sowie Deiche sicherten. An der Steinbachtalsperre nahe Euskirchen pumpen THW-Fachleute beispielsweise Wasser aus dem Stausee ab und entlasteten so den zu bersten drohenden Damm. Nur dank modernster Überwachungstechnik und die Arbeit vor Ort konnte so noch eine weitere Katastrophe für die Anwohner und Anwohnerinnen vermieden werden. Zentral gesteuert wurde die Arbeit des THW dabei in Bonn. Hier wurde damals umgehend ein bundesweiter Leitungs- und Koordinierungsstab eingerichtet, der die verschiedenen Hilfsmaßnahmen regelte und anhand der sich verändernden Anforderungen immer wieder für THW-Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet sorgte. Ein Jahr danach bleiben vielerorts noch zahlreiche Spuren. Sowohl den Gebäuden als auch den Menschen im Ahrtal sieht man das Ereignis bis heute unweigerlich an. Auch für die Hilfsorganisationen war die Ahrtalflut eine noch nie dagewesene Katastrophe. „Ein Jahr danach ist Unwetter Bernd für das THW der größte Einsatz in der über 70-jährigen Geschichte“, resümiert THW-Präsident Gerd Friedsam. Ohne die vielen Hilfskräfte vor Ort und ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer sähe es im Ahrtal wahrscheinlich noch immer sehr düster aus. Ein Jahr danach muss immer wieder ‘Danke’ gesagt werden, was nach der Flut bereits alles geleistet wurde.  

    Quelle und Bild: PM Bundesanstalt THW

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