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    Koblenz | 04. März 2023 | (ms). Ein funktionierendes Sirenen- und Warnnetz kann im Zweifelsfall Leben retten – das hat nicht zuletzt die Flutkatastrophe im Ahrtal schmerzlich bewusst gemacht. Aus diesem Grund will die Stadt Koblenz regelmäßig ihren gesamten Warnmix, also alle Warnmittel über Sirenen, Apps & Co., testen, um auf einen möglichen Notfall vorbereitet zu sein. Wie die Stadt nun mitteilte, steht der nächste stadtweite Test am kommenden Donnerstag, dem 9. März, ab 11 Uhr an. Laut Oberbürgermeister David Langner und der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständigen Bürgermeisterin Ulrike Mohrs heißt es, dass man die Bevölkerung in Koblenz noch besser für Themen wie Warnung und Warnmittel sensibilisieren möchte, aber auch, dass man als Stadt immer wieder die Abläufe technisch erproben möchte. Weil es in Rheinland-Pfalz bis dato noch keinen landesweiten Warntag  gibt, orientiere man sich in Koblenz terminlich am Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen.   

    Der Warntag in Koblenz  

    Deswegen gilt am kommenden Donnerstag zunächst einmal: Keine Panik! Ab 11 Uhr wird es auf verschiedenen Kanälen zu einer Probewarnung kommen, auf die dann bereits wenige Minuten später die Entwarnung folgen soll. Neben den Hochleistungssirenen, über die auch Lautsprecherdurchsagen möglich sind, wird beim Koblenzer Warntag im März auch das Modulare Warnsystem (MoWaS), über das Warn-Apps wie Nina und Katwarn ausgelöst werden, zum Einsatz kommen. Ebenfalls sollen Probewarnungen für Koblenz über die seit 23. Februar offiziell eingeführte Cell Broadcast-Technik versendet werden, die automatisch Alarmmeldungen an viele Handy- und Smartphonemodelle in Koblenz verschickt. Aber auch auf den Social-Media-Kanälen der Stadt soll in diesem bestimmten Zeitpunkt gewarnt werden. Meik Maxeiner, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz, bekräftigte noch einmal, dass es bei dem Warntag nicht nur um den klassischen Test des Sirenennetzes ginge – man wolle mit dem Probealarm auch noch einmal die Aufmerksamkeit der Bürger darauf lenken, dass man im Katastrophenfall auf den gesamten Warnmix setze. Seit dem letzten Warntag im Dezember 2022 hat sich in der Stadt an Rhein und Mosel bereits viel getan. Erklangen im vergangenen Jahr noch 26 Sirenen im Stadtgebiet, sollen nun insgesamt 42 Standorte im gesamten Stadtgebiet Warnsignale und Lautsprecherdurchsagen verbreiten. Dabei ist der Ausbau des Warnnetzes noch nicht vollständig abgeschlossen. Insgesamt sollen in Koblenz bis zum Ende des zweiten Quartals 47 Hochleistungssirenen erklingen können. Darüber hinaus sollen im Rest von 2023 und 2024 sechs weitere Sirenen zur flächendeckenden Abdeckung des Stadtgebietes einschließlich der Berücksichtigung von großen Gewerbe- und Industriegebieten sowie der Nachverdichtung von Wohngebieten installiert werden. Insgesamt hat die Stadt sich den Aufbau des gesamten Warn- und Informationsnetzes rund 1,03 Millionen Euro kosten lassen.   

    Der Ablauf  

    Der Ablauf sieht vor, dass der Sirenenwarnton die Bürger dazu bringen soll ihre Fenster zu öffnen, um die folgende Lautsprecherdurchsage hören zu können. Gleichzeitig wird es daraufhin Informationen über Apps, Cell-Broadcast, Social-Media und das Internet geben, um für die Koblenzer Bürger ein gutes Warn- und Informationspaket zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen, wie beispielsweise ein Informationsflyer zum Download und eine Karte mit den aktuellen Sirenenstandorten in Koblenz, findet sich im Internet unter www.koblenz.de/sirenen. Wer bereits vor dem Warntag erfahren möchte, ob sein Handy oder Smartphone für die Cell Broadcast-Technik geeignet ist, kann dies im Internet unter Cell Broadcast – BBK (bund.de) erfahren.  

    Quelle: Stadt Koblenz  

    Bild: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf 

    Am 9. März kommen beim Koblenzer Warntag unter anderem die bisher 42 fertiggestellten Hochleistungssirenen samt Lautsprechern zum Einsatz.

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