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    Ahrtal/Berlin | 21. Oktober 2022 | (ms). Am Mittwochmittag hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser in Berlin neun Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mit der Einsatzmedaille “Fluthilfe 2021” ausgezeichnet. Damit würdigte sie das Engagement der Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr nach Starkregen “Bernd” wochenlang geholfen haben, als tausende Menschen in den Flutgebieten sie am meisten benötigt hatten. Faeser sprach bei der Ehrung von herausragender Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Solidarität. Aber auch die beeindruckenden Ausbauleistungen, der Zusammenhalt sowie die gegenseitige Anteilnahme und Unterstützung hätten gezeigt, dass Menschen in Zeiten der Flut über sich hinausgewachsen seien. Seit dem 14. Juli 2021 waren insgesamt rund 17.000 THW-Helferinnen und Helfer bei Menschenrettungen und beim provisorischen Wiederaufbau der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern im Einsatz – stellvertretend für alle Helfer wurden am Mittwoch neun Ehrenamtler aus allen acht Landesverbänden des THW ausgezeichnet. Diese In mehr als 2,6 Millionen Einsatzstunden haben THW-Helferinnen und -Helfer aus ganz Deutschland in den besonders betroffenen Regionen mit ihrer Spezialtechnik geholfen und zum Wiederaufbau beigetragen, freute sich THW-Präsident Gerd Friedsam über die Ehrungen.

    Dabei seien den Einsatzkräften besonders die unglaublichen Verwüstungen, die die Wassermassen im Sommer 2021 entlang der Flüsse hinterlassen hatten, in Erinnerung geblieben. Gunnar Kreidl vom Ortsverband Pfedelbach in Baden-Württemberg gehörte zu den THW-Einsatzkräften, die am Mittwoch durch die Ministerin mit der Medaille geehrt wurden. Als technischer Berater in Sachen Brückenbau war er mehrere Monate im Ahrtal im Einsatz und erinnerte sich an die Zerstörung und das Leid, die dieser vermeintlich kleine Fluss in der Flutnacht angerichtet hat. Auch Achim Meyer aus dem Ortsverband Bitburg in Rheinland-Pfalz erinnerte sich im Rahmen der Ehrung an die Einsatztage unmittelbar nach dem Unwetter. Sie seien von besonderen, herausfordernden und emotionalen Momenten der Hilfe und Kameradschaft geprägt gewesen. Der Einsatz in den Flutgebieten war für das THW sehr vielschichtig. Während man zu Beginn noch Menschen aus den Fluten rettete, wichtige Infrastruktur sicherte und Schlamm und Wassermassen aus den Häusern pumpte, stellte man nur kurze Zeit später die Trinkwasserversorgung mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen wieder her. Die THW-Spezialistinnen und -Spezialisten räumten Trümmer weg, sicherten die Stromversorgung, begutachteten Gebäude oder trennten mit Separationsanlagen Wasser von Öl und Schlamm. Trotz alledem dauert der größte Einsatz in der Geschichte des THWs auch weiterhin an. So werden zum Beispiel in den nächsten Wochen zusätzliche provisorische Brücken in Modulbauweise über die Flüsse Ahr und Erft errichtet und Transportfahrten durchgeführt. Ohne das THW wäre das Ausmaß der Flutkatastrophe noch immer deutlich stärker zu sehen.  

    Ehrenmedaille -„Fluthilfe 2021“
    Bild: BMI Henning Schacht

    Quelle: PM THW 

    Bilder: BMI Henning Schacht 

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