A3/Epgert | 8. April 2026 | (ww). Ein brennender Sattelzug führte gestern ab dem Nachmittag zu einem langen Einsatz der Feuerwehr auf der Autobahn A3 bei Epgert. Der Fahrer konnte das brennende Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Im Rückstau kam es zu einem Unfall, bei dem eine Person schwerverletzt wurde.
Gegen 15.30 Uhr gingen mehrere Notrufe ein und meldeten einen brennenden LKW auf der A3 bei Epgert. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Sattelzug bereits vollständig in Flammen. Zusätzlich hatte sich das Feuer auf rund 100 Quadratmeter angrenzende Böschung ausgebreitet. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend umfangreiche Löschmaßnahmen ein. Besondere Aufmerksamkeit galt der Zugmaschine, die mit einem LNG(Erdgas)-Tank ausgestattet war. Dieser wurde von Beginn an intensiv gekühlt, um eine Gefährdung auszuschließen. Parallel dazu wurden Messungen durchgeführt.
Die Löschmaßnahmen gestalteten sich sehr aufwändig, da der Sattelzug mit Stückgut beladen war und dieses ausgeräumt werden musste. Hierzu kam im weiteren Verlauf auch ein Abschleppunternehmen mit einem Radlader zum Einsatz und unterstützte das Entladen. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Kurz vor Beendigung der Löscharbeiten wurde eine undichte Stelle an einem der LNG-Tanks festgestellt. Diese wurde durch die Feuerwehr gesichert.
Während der Maßnahmen musste die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt für mehrere Stunden gesperrt werden. Es bildete sich ein langer Rückstau. Ab der Anschlussstelle Neustadt wurde der Verkehr abgeleitet. Im Rückstau wurde gegen 21.45 Uhr ein weiterer schwerer Unfall gemeldet. Ein Auto war am Stauende bei Windhagen unter einen LKW gefahren. Es war zunächst unklar, ob noch eine Person im Fahrzeug eingeklemmt ist. Sofort wurden Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an die zweite Einsatzstelle entsendet. Als die Kräfte kurz darauf eintrafen, bestätigten sie den Unfall. Der Fahrer hatte sein Fahrzeug bereits eigenständig verlassen. Er war schwerverletzt und wurde durch den Rettungsdienst versorgt. Der Fahrer des LKW wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab. Im Einsatz war die Feuerwehr Neustadt sowie die Einheit Etscheid mit einen Mehrzweckfahrzeug sowie die Einheit Pleckhausen mit einem weiteren Tanklöschfahrzeug. Das DRK Horhausen stand mit einem Fahrzeug für den Eigenschutz der Einsatzkräfte bereit. Gegen 1 Uhr konnte der Einsatz für die Feuerwehren beendet werden. (Quelle: Feuerwehr VG Asbach, übermittelt durch news aktuell)
Die Bergung des LKW dauert dagegen noch an. Der vollständig ausgebrannte Sattelauflieger befindet sich noch immer am Brandort bei Kilometer 54 auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt. Eine Bergung ist derzeit nicht möglich, da es sich um eine Zugmaschine mit Erdgasantrieb handelt, deren Tanks noch fast vollständig gefüllt sind und nach wie vor Erdgas aus dem Überdruckventil entweicht. Nach erfolgten Gasmessungen an der Brandörtlichkeit und Gefahrenbeurteilung durch Feuerwehr, Autobahnmeisterei und Autobahnpolizei Montabaur, wird in der kommenden Stunde soll jetzt (Stand 11 Uhr) der mittlere Fahrstreifen in Fahrtrichtung Frankfurt freigegeben werden. Bis zur Bergung des Lkw können aber noch Tage vergehen. Verkehrsteilnehmer müssen in diesem Streckenabschnitt weiterhin mit Beeinträchtigungen rechnen. Eine Gefahr besteht aber nach Angaben der Polizei nicht, solange das LKW-Wrack nicht bewegt wird. (Quelle: Verkehrsdirektion Koblenz, übermittelt durch news aktuell)
Fotos: Feuerwehren VG Asbach (3) /WhatsApp(1) Das WhatsApp-Foto (Dunkler Rauch über der A3) stammt aus unserer WhatsApp-Gruppe und wurde mehrmals geteilt. Ein Urheber ist nicht festzustellen. Sie sind der Urheber? Bitte Nachricht an info@56aktuell.de


