Lahnstein | 9. Januar 2026 | (ww). Die seit längerem anhaltende Kälte schaffte gestern Abend auf dem zugefrorenen Schleusengraben ideale Bedingungen für eine sehr reale Übung. Geübt wurden die Rettung im Eis eingebrochener Personen. Die Großübung fand gemeinam mit der DLRG Lahnstein, dem THW Lahnstein sowie der Berufsfeuerwehr Koblenz statt.
Unterschiedliche Rettungstechniken
Geübt wurden unter anderem verschiedene Techniken zur Personenrettung, Leinen- und Wurftechniken und das Tauchen unter Eisflächen. So wurde im ersten Durchgang die im Eis eingebrochene Person (ein Schwimmretttungs-Dummy) aus dem Korb der Drehleiter gerettet. Danach folgten Durchgänge mit der Steckleiter. Die verteilt das Gewicht des Retters mit Ausrüstung großflächig auf dem brüchigen Eis. Danach und parallel wurde mit dem so genannten Spineboard geübt. Insgesamt waren dafür vorher drei Dreieckslöcher in das Eis geschnitten worden.
Was ist ein Spineboard?
Das auch Rettungsbrett oder Backboard genannte Brett ist ein festes Hilfsmittel aus Kunststoff, das unter anderem zum schonenden Transport von Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen eingesetzt wird. Es ist aber auch schwimm- und rutschfähig und so ein idelaes Hilfsmittel für die Eisrttung. Als im Eis eingebrochene Person wurden übrigens auch Aktive der Taucherstaffel eingesetzt. In dem Spezialanzug lässt es sich immerhin gute 20 Minuten in dem eiskalten Wasser (4 Grad) aushalten. An einem der Eislöcher wurde auch das Tauchen unter Eis geübt.
Achtung Lebensgefahr!!!
So faszinierend zugefrorene Gewässer auch aussehen: auf dem Eis herrscht Lebensgefahr. IMMER! Eis trägt selten gleichmäßig und kann jederzeit brechen. Das bringt nicht nur Betroffene, sondern auch Helfer in große Gefahr. Bitte betretet niemals diese Eisflächen. Erklärt dies vor allem auch euren Kindern. Auch wenn andere schon auf dem Eis waren oder mit dicken Steinen „die Festigkeit geprüft“ wurde: es herrscht echte Lebensgefahr! Übrigens hat sich gestern Abend deutlich gezeigt, dass die festgefrorenen Steine auf der Eisfläche auch eventuell notwendige Rettungsmaßnahmen behindern. Also lasst diesen Mist am besten ganz bleiben. Bleibt aufmerksam, passt auf Euch auf und überlasst Rettungsmaßnahmen den Einsatzkräften!
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