Fachbach/ Region | 13. August 2025 | (ww). „Endlich wieder freie Fahrt“ heißt es ab kommendem Mittwoch, 20. August zwischen Bad Ems und Lahnstein! Insgesamt 688 Tage (!) lang mussten Pendler, Anwohner und Besucher der Region dann – je nach Bauabschnitt – in die eine oder andere Richtung die großräumige (und damit zeit- und kilometerintensive) Umleitung über die Lahn- oder Taunushöhen nehmen. Besonders schwierig wurde die Situation Ende des vergangenen Jahres, als auch noch die Bahn zur Sanierung der Bad Emser Bahnhofshalle und der Nassauer Vorlandbrücken die Lahnstrecke zwischen Nassau und Lahnstein sperrte und ein sehr zeitaufwändiger Schienenersatzverkehr eingerichtet werden musste – eine sehr schwierige Situation für Schul- und Berufspendler, die, wie sich im Laufe der Sperrung herauskristallisierte auf mangelnde, bzw. gänzlich fehlende Absprache zwischen Bahn und LBM zurückzuführen war.
Doch jetzt gibt es erst mal Grund zum Jubeln: der letzte Bauabschnitt, der an die B260-Sanierung des LBM angehängt war, nämlich die Verlegung von neuen Wasser- und Stromleitungen auf einem eigentlich schon sanierten Stück der B260 zwischen der Auffahrt zur Insel Oberau und dem Ortseingang von Fachbach ist trotz zahlreicher im Boden aufgefundener Probleme im ursprünglich gesteckten Zeitrahmen abgewickelt worden. Gestern wurde der frisch komplett abgefräste Bereich final asphaltiert. Nach einem Ruhetag für den frischen Asphalt sollen am Freitag und am Montag noch Restarbeiten stattfinden, am Dienstag soll die Markierung in der Fahrbahnmitte – für eine Verkehrsfreigabe auf der Bundesstraße unerlässlich – aufgebracht werden und die Umleitungsbeschilderung „von innen nach außen“ abgebaut werden. Am Mittwoch soll dann die lang ersehnte Freigabe erfolgen.
Damit fällt vielen Menschen in der Region ein Stein vom Herzen. Natürlich den unmittelbar und mittelbar betroffenen Anliegern ganz besonders – war doch der Weg zu Kindergarten und Grundschule oder zu vielen Arbeitsplätzen plötzlich von knapp über einem Kilometer auf mehr als 20 Kilometer angewachsen. Aber auch Pendler, Unternehmer und Gastronomen aus der gesamten Region haben die Folgen der wechselweisen Sperrungen schmerzhaft zu spüren bekommen. Erleichtert werden auch die Betroffenen in der Region sein, an die man bei einer Sperrung der B260 zunächst kaum denkt. Zum Beispiel die Anwohner der Bad Emser Arenberger Straße, die plötzlich „an einer Autobahn lebten“. Ein Wechsel der Bürgersteigseite vor der Haustür war unmöglich, Verständnis für die eingerichtete Tempo 30-Zone Fehlanzeige. Gleiches galt für den Reiterhof auf der Denzerheide, dem es im Berufsverkehr oft unmöglich war, die Pferde vom Stall auf die Koppel und abends zurückzubringen. In beiden Fällen – Arenberger Straße und Denzerheide – gab es übrigens überraschend wenig bis gar kein(e) Verständnis und Unterstützung der zuständigen Behörden, obwohl durch den ADAC eindeutige Empfehlungen und Verbesserungen der Situation vorgeschlagen waren. Aber auch die Anwohner von Miellen hatten ein härteres Los als sonst zu tragen, da die eigentlich illegale Abkürzung durch den Miellener Weg für zusätzlichen Verkehr im Ort sorgte, ähnlich wie auch in Friedrichssegen, Frücht und Nievern, wo es durch die (legale) Umfahrung zu deutlich Mehrverkehr kam. Auch die Anlieger der Braubacher Staße in Bad Ems hatten ihre Last zu tragen – und tragen sie noch etwas weiter: dort war es nicht nur die B260-Sperrung, sondern auch die, der L335 zwischen Braubach und Dachsenhausen, die für mehr Verkehrsaufkommen sorgte und das auch immer noch macht – die Baumaßnahme dort dauert nämlich, deutlich länger als geplant, immer noch an.
Doch zurück zum letzten Bauabschnitt, der nun – zumindest auf der B260 – am Mittwoch seinen Abschluss findet. Die Verbandsgemeindewerke Bad Ems als Bauherr dieses Abschnitts, teilen dazu gestern mit:
Die Verbandsgemeindewerke informieren, dass die Bauarbeiten an der B 260 abgeschlossen sind. Ab Mittwoch, 20.08.2025, wird die Vollsperrung aufgehoben und der Verkehr wieder freigegeben – ganz ohne Umleitungen. Die Verlegung von Versorgungsleitungen im Bereich Fachbach Oberau bis zur Insel Oberau (1. Bauabschnitt) und darüber hinaus bis in die Sommerstraße Fachbach (2. Bauabschnitt) innerhalb von nur etwas mehr als fünf Monaten wurde durch eine gute Zusammenarbeit von LBM, Syna, den Verbandsgemeindewerken Bad Ems – Nassau, dem Planungsbüro und den engagierten Baufirmen ermöglicht. Restarbeiten im Bereich der unteren Sommerstraße und der Zufahrt zur Insel Oberau dauern noch wenige Wochen an, beeinträchtigen den Anliegerverkehr jedoch nur geringfügig. Herzlichen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis während der Bauphase!
Auch 56aktuell möchte sich den Worten des Dankes anschließen und ausdrücklich die bauausführenden Firmen in den Dank einschließen. Sowohl die Firma Koch aus Westerburg für die ersten Bauabschnitte unter Leitung des LBM, als auch die Firma Eurovia im nun letzten Bauabschnitt als Auftragsnehmer der Verbandsgemeindewerke Bad Ems-Nassau. Beide Firmen, bzw. die Mitarbeiter, Vorabeiter und Bauleiter hatten stets ein offenes Ohr für die zahlreichen „Wünsche“ und Bedürfnisse der Anlieger und sind auch in stressigen Situationen mit viel Unvorhergesehenem immer freundlich bemüht um verträgliche Lösungen geblieben. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön!
Foto: Fabian Quirbach; Bauleiter Firma Eurovia