Region | 7. April 2026 | (ww). Am Ostermontag kam es in der Region zu zwei tödlichen Motorradunfällen. Bei Isselbach starb eine 32-jährige Motorradfahrerin, bei Ochtendung verlor ein 30-Jähriger sein Leben. Tatsächlich kam es am gleichen Tag noch zu drei weiteren Motorradunfällen in der 56aktuell-Region.
Nassau: Gegen 17.15 Uhr kam es auf der L330 zwischen Nassau und Hömberg zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad. Der Fahrer des Motorrads befuhr die Strecke von Nassau kommend in Fahrtrichtung Hömberg. Das Auto war in die entgegensetzte Richtung unterwegs. In einer Rechtskurve kam der Motorradfahrer aus bislang unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem PKW. Durch den Zusammenstoß wurde der Fahrer des Motorrads schwer verletzt und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Attenhausen: Bereits gegen 11 Uhr kam es auf der L323 zwischen Attenhausen und der B260 bei Singhofen zu einem ähnlichen Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto. Auch hierbei wurde der Motorradfahrer nach Polizeiangaben schwer verletzt.
Urmersbach: Auf der L98 zwischen Kaisersesch und Monreal kam es auf Höhe der Einmündung zur L99 bei Urmersbach zu einem schweren Unfall zwischen einem Motorrad und einem entgegenkommenden PKW. Die L98 war in diesem Abschnitt für die Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme voll gesperrt. Nach Polizeiangaben befuhr ein 66-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Kaisersesch mit seinem Auto die L98 in Fahrtrichtung Monreal. An der Einmündung nach Urmersbach bog der PKW nach links ab und übersah dabei den auf der L98 entgegenkommenden Motorradfahrer. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer, ein 64-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Ulmen, wurde dabei über die Motorhaube des PKW geschleudert und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde nach Erstversorgung in ein Krankenhaus nach Koblenz geflogen. Der Streckenabschnitt war für mehrere Stunden gesperrt, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz kam ein Gutachter vor Ort.
Parallel fanden am Wochenende zahlreiche Zweirad-Kontrollen statt. Auf der „Schliem“, der B274 zwischen Hahnstätten und Katzenelnbogen gilt ja seit dem 1. April wieder das Fahrverbot für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen. Bei mehreren Kontrollen am Osterwochenende wurden insgesamt 37 Motorradfahrer festgestellt und angehalten, die das Fahrverbot missachteten. Ein Fahrer hatte gar keine Fahrerlaubnis. Zusätzlich zeigten Geschwindigkeitskontrollen, dass drei der Fahrer nicht nur verbotswidrig sondern auch noch zu schnell unterwegs waren. Das Fahrverbot für Motoräder auf der „Schliem“ gibt es seit dem vergangenen Jahr. Es wird nach wie vor viel diskutiert, ob die, durch die Kreisverwaltung Rhein-Lahn angeordnete, Maßnahme nicht für eine Verdrängung des „Problems“ sorgt. Nach offiziell nicht bestätigten Angaben nutzen die von der Schliem verbannten Motorradfahrer nun unter anderem das ebenfalls sehr kurvernreiche Gelbachtal. Dort (auf einer Nebenstrecke aus dem Tal) kam es am Montag zu dem tödlichen Unfall der 32-Jährigen aus dem Westerwald.
Auch auf der L258 bei Anhausen im Landkreis Neuwied fand eine Schwerpunktkontrolle „Zweiräder“ statt. Beamte der PI Straßenhaus konnten am Ostermontag eine Vielzahl an Motorrädern kontrollieren und überprüfen. In diesem Zusammenhang weist die PI Straßenhaus daraufhin, dass zum aktuellen Zeitpunkt die Motorradsaison startet und bittet alle Verkehrsteilnehmer dahingehend um besondere gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Auch in Zukunft plant die PI Straßenhaus weitere Verkehrskontrollen dieser Art. Die Ergebnisse dieser Kontrolle wurden noch nicht veröffentlicht.
Quellen: Polizeidirektion Montabaur und PI Mayen, übermittelt durch newsaktuell; weitere Nachfragen bei der Polizei